Montag, 26. Januar 2009

... Du weißt, Du lebst in einer fast vollkommen verkommen irren Welt, wenn ... Dope und das Elend aus ihm 'heiligt' die Finanzmittel der Globalbanken!

Schmutzige Deals - UN-Experte: Banken retteten sich mit Drogengeld

Der Generaldirektor des UN-Büros für Drogen- und Verbrechens-Bekämpfung, Antonio Maria Costa, verfügt nach eigenen Angaben über Hinweise, dass sich internationale Bank-Institute im Zuge der Wirtschafts-Krise durch Geld aus dem Suchtgifthandel gerettet haben könnten. 'Vielfach ist Drogengeld derzeit das einzige verfügbare liquide Investment-Kapital', konstatiert Costa vom UNODC.
'In der zweiten Hälfte des Jahres 2008 war Liquidität das größte Problem des Bankensystems, und damit wurde flüssiges Kapital zu einem wichtigen Faktor', so Costa in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin 'profil'. Das UNODC habe Anzeichen gefunden, daß 'Interbank-Kredite durch Geldmittel finanziert worden, die aus dem Drogen-Handel und anderen illegalen Aktivitäten kommen'.
Es gebe 'Hinweise, dass manche Banken auf diese Art und Weise gerettet wurden'. Einzelheiten wollte der UNODC-Chef nicht nennen: 'Aber Österreich steht sicher nicht ganz oben auf meiner Liste, wenn ich an die betroffenen Länder denke.'
Stichwort: Finanzkrise und Interbankenmarkt
Banken benötigen zur Abwicklung ihrer täglichen Geschäfte einen erheblichen Betrag an kurzfristigen Geldern. Diese Mittel besorgen sich die Institute in erster Linie am so genannten Geld- oder Interbankenmarkt.
Hier leihen sich die Banken für kurze Zeit, teilweise nur einen Tag lang, und meistens ohne Stellung von Sicherheiten liquide Mittel aus.
In 'normalen' Zeiten funktioniert dies weitgehend reibungslos. Seit dem Ausbruch der Finanz-Krise im Sommer 2008 trauen sich die Banken aber kaum noch über den Weg. Hintergrund ist die Ungewißheit, welche Bank in welchem Umfang 'faule Kredite' und 'Ramsch-Hypotheken' aus dem krisengeschüttelten (US-)Immobilien-Markt in ihren Bilanzen hat.

'Entsorger' in Haft - 'Suppenkoch' löste 300 Leichen in Säure auf
Ein im Drogenkrieg inhaftierter Mexikaner hat gestanden, 300 Leichen von Mitgliedern rivalisierender Banden in ätzenden Chemikalien aufgelöst zu haben. Der unter dem Spitznamen 'Suppenkoch' bekannte Santiago Meza Lopez erklärte am Freitag in einem Dorf nahe der Stadt Tijuana, er habe für seine Tätigkeit von einer Drogenbande 600 Dollar pro Woche erhalten.
'Sie brachten mir die Leichen und ich habe sie entsorgt'
, erklärte Meza, als er von der Armee vorgeführt wurde. Ein ranghoher Offizier meinte, die Aussagen des schon am Donnerstag verhafteten 45-jährigen Mannes seien glaubwürdig. Die Polizei hat in der Region bereits mehrfach menschliche Überreste gefunden, die von ätzenden Chemikalien angegriffen waren.
'Ich bitte die Familien dieser Menschen um Verzeihung', sagte Meza Lopez mit Blick auf seine Opfer.
Die Methode der Auflösung von Leichen in ätzenden Chemikalien wird im mexikanischen Drogenkrieg immer wieder angewendet. Mit Meza Lopez waren zwei weitere Verdächtige und eine Minderjährige festgenommen worden.
Schon 5.700 Opfer im Drogenkrieg
Die mexikanische Regierung hatte Anfang 2006 eine Offensive gegen den Drogen-Handel mit rund 36.000 Polizisten und Soldaten gestartet. Dennoch verdoppelte sich die Zahl der Todesopfer in dem Drogen-Krieg im vergangenen Jahr auf mehr als 5.700.
Funde von enthaupteten Leichen erschütterten immer wieder die mexikanische Öffentlichkeit.

Finanzielle Potenz - Reicher Mann = mehr Orgasmen bei der Frau

Tja, liebe Herren der Schöpfung: Die Wahrheit über die Evolution und über Frauen ist nicht immer nett. Eine neue britische Studie kommt zu dem Schluß, dass Frauen, die mit einem wohlhabenden Mann gesegnet sind, auch mehr Orgasmen haben als Partnerinnen von armen Schluckern.

'Die Orgasmus-Frequenz von Frauen steigt mit dem Einkommen des Partners', so der Evolutionspsychologe Thomas Pollet von der Universität Newcastle. Der Wissenschaftler hat gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Nettle eine Befragung von 5.000 Chinesen über ihr Leben, ihre Sexualität und ihr Einkommen ausgewertet.
Von den 1.534 befragten Frauen hatten 121 immer einen Orgasmus, 408 meistens, 762 gelegentlich und 243 nie oder kaum. Dabei zeigte sich, daß jene Frauen, die einen reichen Mann hatten, immer oder meistens zum Orgasmus kamen.
Eine Erklärung, warum da so ist, liefert David Buss, Professor für Psychologie der Universität von Texas, Austin. Er sagt, daß der Orgasmus der Frau, der ja für die Fortpflanzung nicht zwingend notwendig ist, die Beziehung zum Partner stärkt und ihm signalisiert:
'Ich bin sexuell zufrieden und loyal zu dir, also investier in mich und meine Kinder.'
Auch der Autor der neuen Studie, Pollet, glaubt, dass das Phänomen Frauen von der Evolution fest eingeprägt ist. Je reicher ein Mann ist, desto besser kann er die Kinder einer Frau ernähren und versorgen.
Das für die Fortpflanzung 'bessere Männchen' muß heutzutage nicht mehr über einen fitten und damit möglicherweise schöneren Körper für die Jagd verfügen, sondern über Geld.

Neuer Fauxpas - Vergewaltigungen: Berlusconi nimmt es locker

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi sorgt mit einem neuen Fauxpas für Entrüstung. Der Ministerpräsident versprach, dass er 30.000 Soldaten zur Bekämpfung der Kriminalität einsetzen werde, nachdem in Rom seit Jahresbeginn eine Serie von Gewaltakten gegen Frauen, drei davon wurden brutal vergewaltigt, die Öffentlichkeit geschockt hat.
Berlusconi meinte, er werde zwar die Soldaten einsetzen, es sei jedoch schwierig, die Welle der Gewalt ganz zu stoppen. 'Wir müssten so viele Soldaten haben, wie es in Italien schöne Frauen gibt. Ich glaube wir werden es niemals schaffen', erklärte der Premier.
Die Worte Berlusconis sorgten für helle Entrüstung. 'Diese Äußerungen bezeugen wieder einmal die mangelnde Sensibilität des Ministerpräsidenten, der das Drama der sexuellen Gewalt ignoriert, die italienischen Frauen beleidigt und selbst den Sinn des Militär-Einsatzes infrage stellt', sagte der italienische Oppositionschef Walter Veltroni.
Auch italienische Frauenverbände reagierten wütend auf Berlusconis Worte. Die Rechts-Politikerin und Duce-Enkelin, Alessandra Mussolini, die seit Jahren Kampagnen gegen die Gewalt gegen Frauen führt, schaltete sich in die Debatte ein. 'Man braucht so viele Soldaten, weil es so viele hässliche Männer gibt', so Mussolini.
Brutale Übergriffe Italien hat geschockt auf den brutalen Übergriff auf ein junges Paar in Guidonia, 30 Kilometer von Rom entfernt, reagiert. Das Paar, das sich im Auto auf einem Platz außerhalb der Hauptstadt aufhielt, wurde am Donnerstagabend von fünf Ausländern überfallen. Die Täter sperrten den Mann in den Kofferraum und vergingen sich danach an seiner 21-jährigen Partnerin.
Eine 41-Jährige wurde am Mittwoch vermutlich von zwei Ausländern vergewaltigt, während sie abends von der Bushaltestelle nach Hause ging.
Frauenministerin Mara Carfagna zeigte sich über die Gewaltwelle empört und kündigte Maßnahmen an, um weiblichen Opfern konkrete Hilfe zu garantieren. 'Das Problem betrifft nicht nur Italien. Gewalt ist die häufigste Todesursache für Frauen zwischen 15 und 60 Jahren', so die Ministerin. Sie plant auch eine Kampagne zur Vorbeugung gegen Gewalt in der Familie.

Empörung - Papst rehabilitiert britischen Holocaust-Leugner

Papst Benedikt XVI. sorgt mit einer umstrittenen Entscheidung für Empörung. Er hat die Exkommunikation von vier Anhängern des gestorbenen traditionalistischen Erzbischofs Marcel Lefebvre nach 21 Jahren rückgängig gemacht. Unter ihnen ist der britische Holocaust-Leugner Richard Williamson, gegen den die Regensburger Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Entscheidung des Papstes, den vier Abweichlern zu vergeben, wurde am Samstag vom Heiligen Stuhl veröffentlicht. Die Rehabilitation von Williamson löste Kritik vor allem bei jüdischen Organisationen aus. Auch die österreichische Basisbewegung 'Wir sind Kirche' kritisiert die Papst-Entscheidung.
Vatikan-Pressechef Federico Lombardi wies die Kritik zurück und betonte, daß es bei der Rücknahme der Exkommunikation ausschließlich darum ginge, die Anhänger der Bruderschaft Pius X. wieder zu integrieren.
Der Papst hatte seine Entscheidung am vergangenen Mittwoch unterschrieben, die Ermittlungen gegen den Briten wegen der Äußerungen zum Holocaust wurden am Freitag bekannt. Zuvor hatte 'Der Spiegel' berichtet,
daß Bischof Williamson bei einem Besuch im Priesterseminar der Bruderschaft Pius X. in Zaitzkofen bei Regensburg die Ermordung von sechs Millionen Juden in den Konzentrationslagern abgestritten habe. Dort habe es keine Gaskammern gegeben, soll er gesagt haben.
Im vergangenen Jahr hatte der Vatikan der Priesterbruderschaft eine Reihe von Forderungen als Bedingung für eine Wiederannäherung an die katholische Kirche gestellt. Die vier Bischöfe der ultratraditionalistischen Gemeinschaft hatten dem Papst Ende 2008 versichert, 'alle unsere Kräfte in den Dienst der Kirche Unseres Herrn Jesus Christus zu stellen, die die katholische Kirche ist'.
Die Spaltung 1988 ging auf die Ablehnung von Kirchenreformen des Zweiten Vatikanischen Konzils der 1960er Jahre durch Lefebvre zurück. In dem Streit ging es um Liturgiereform und Religionsfreiheit. Die Traditionalisten um (den 1991 gestorbenen) Lefebvre kritisierten die vom Konzil angestrebte Versöhnung mit den Anhängern des Judaismus und den Aufruf zur Zusammenarbeit mit anderen christlichen Konfessionen.
Jüdische Organisationen sind empört
Auf Kritik stieß Benedikts Entscheidung bei jüdischen Organisationen. Williamson sei eine 'klar antisemitische Person' und die Rücknahme der Exkommunikation 'ein Schritt, der die gesamte Kirche verseucht', erklärte der hochrangig am jüdisch-katholischen Dialog beteiligte Rabbiner David Rosen.
Unverständnis äußerte am Abend auch der Präsident der italienischen Rabbiner, Giuseppe Laras. Dieser nicht notwendige Schritt des Vatikans sei in einer heiklen Phase des jüdisch-christlichen Dialogs getan worden. 'Nötig wären entspannende Taten und nicht diese Vorfälle und Erklärungen', sagte der Rabbiner. 'Wir können nicht in den Kopf des Papstes sehen, wollen das auch nicht, aber das ist sicher kein Handeln, das Entspannung bringt'.
Vatikan-Pressechef Lombardi nannte das Dekret eine 'Geste des Friedens', bei der es allein darum gehe, die Anhänger Lefebvres wieder zu integrieren. Der Vatikan teile in keiner Weise die Äußerungen zum Holocaust, über die auf eine andere Weise gerichtet werde. 'Die Exkommunikation hat damit gar nichts zu tun'.
Im Jahr 1988 war eine Einigung zwischen der Priesterbruderschaft Pius X. und dem damaligen Kurienkardinal Joseph Ratzinger geplatzt. Der 'Dissident' Lefebvre weihte trotz der Warnungen des Vatikans vier Priester zu Bischöfen. Daraufhin wurden Lefebvre und die Geweihten exkommuniziert.
In den vergangenen Jahren hatte Fellay den zuständigen Kardinal Dario Castrillon Hoyos mehrfach gebeten, die Exkommunikation zurückzunehmen. Bei einer Einigung könnte die Bruderschaft den Status einer Personalprälatur ähnlich dem Opus Dei erhalten, hieß es damals.

'Wir sind Kirche' kritisiert Papst-Entscheidung
Die katholische Basisbewegung 'Wir sind Kirche' hat die Aufhebung der Exkommunikation kritisiert. 'Die Aufhebung der Exkommunikation zeigt die rückwärtsgewandte Ausrichtung des Pontifikats von Benedikt XVI.', teilte die Organisation am Samstagabend in einer Aussendung mit.
Sie wies darauf hin, dass die Entscheidung zum 50. Jahrestag der Konzils-Ankündigung von Johannes XXIII. getroffen worden sei. Mit dem 2. Vatikanischen Konzil öffnete die katholische Kirche ihre Tür gegenüber anderen Religionen und leitete einen Modernisierungs-Prozess ein. Traditionalistische Kreise, wie jene um Lefebvre, sehen in den Konzilsbeschlüssen dagegen eine Verwässerung der katholischen Lehre.
Die Rücknahme der Exkommunikation der Lefebvre-Anhänger 'mag als ein erfreuliches Zeichen für die Versöhnungsbereitschaft des Papstes gesehen werden', schreibt 'Wir sind Kirche'. 'Es bleibt aber ein schaler Geschmack', zumal der Papst nur einen seiner beiden Arme ausgestreckt habe. 'Wäre es nicht gerade jetzt an der Zeit, mit der zweiten Hand auch all jene heimzuholen, die mit Lehrverboten und Exkommunikation bestraft wurden, weil sie die gute Nachricht Jesu auch politisch-strukturell für die Armen dieser Welt einsetzen oder Frauen zu Priesterinnen weihen oder für Kondome zum Schutz vor Aids eintreten?', fragt die Organisation, die in den 1990er Jahren Unterschriften von Hunderttausenden österreichischen Katholiken für die Priesterschaft von Frauen und die Aufhebung des Zölibats gesammelt hat.

In Gewahrsam - Ziege wegen versuchten Raubüberfalls verhaftet

Unglaublich, aber wahr: In Nigeria hält die Polizei eine Ziege unter dem Verdacht fest, einen versuchten Raubüberfall begangen zu haben. Eine Bürgerwehr hatte das Tier zu einer Polizeistation gebracht und behauptet, es sei ein Räuber, der sich mittels Schwarzer Magie in eine Ziege verwandelt habe, um der Festnahme zu entgehen. Der Mann soll versucht haben, ein Auto zu stellen.
'Eine paar Männer der Bürgerwehr kamen und berichteten, dass sie während ihre Patrouille beobachtet haben, wie einige Ganoven versuchten hätten, das Fahrzeug zu stellen. Sie verfolgten sie. Einer der Männer konnte entwischen, ein weiterer habe sich aber in eine Ziege verwandelt'
, erzählte der Polizeisprecher des Bundesstaates Kwara State, Tunde Mohammed, der Nachrichtenagentur Reuters.
'Wir können die Geschichte der Männer nicht bestätigen, aber die Ziege ist bei uns in Gewahrsam. Jetzt muss wissenschaftlich geklärt werde, dass sich ein Mensch tatsächlich in eine Ziege verwandeln kann', so Mohammed weiter.
Der Glaube an Zauberei ist in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, weit verbreitet.

Unfall auf der A22 - 'Uns wurde verboten, den Opfern zu helfen'

Im Zusammenhang mit der tödlichen Massenkarambolage auf der A22, bei der seit Freitag ermittelt wird, ob sie durch eine Bundesheerübung ausgelöst wurde, erheben Soldaten der betroffenen Kaserne jetzt schwere Vorwürfe: 'Unsere Ärzte und Sanitäter durften den Unfallopfern nicht helfen', klagen sie gegenüber der 'Krone' an. Bei dem Unfall am Donnerstagabend war eine Tschechin in ihrem Auto verbrannt, sieben Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Anfangs wurde Glatteis als Unfallursache angenommen, später stellte sich heraus, dass die Bundesheerübung mit Rauchgranaten Schuld sein könnte.
Bisher steht fest: In der unmittelbaren Nähe der Unglücksstelle wurde am Donnerstagabend ab 19 Uhr auf dem Truppenübungsplatz der Dabsch-Kaserne eine Übung des Bundesheers abgehalten. Das Militär beteuerte am Freitag noch, der Wind habe keinen Rauch zur Fahrbahn wehen können, er sei aus der anderen Richtung gekommen. Ein Grundwehrdiener behauptet gegenüber der 'Krone' das Gegenteil: 'Der Rauch der Granaten trieb direkt auf die Autobahn zu, verhüllte alles, und es kam zum Unfall.'
Das Bundesheer hatte erst am Samstag offiziell zugegeben, dass wegen eines möglichen Zusammenhangs zwischen der folgenschweren Kollision und der Nachtausbildung einer militärischen Truppe auf dem der Autobahn nahe liegenden Übungsplatz eine Untersuchungs-Kommission des Militärkommandos Niederösterreich eingesetzt wurde. Laut Heer geschah das 'unverzüglich'.

'Helfen war verboten'
Jetzt erheben die Soldaten schwere Vorwürfe gegen die Militärführung: Obwohl die Massen-Karambolage registriert worden sei, hätten die Ausbildner noch mehr Nebeltöpfe gezündet. Ein junger Soldat zur 'Krone': 'Obwohl viele unserer Sanitäter und Ärzte natürlich sofort zur A22 wollten, um den Opfern zu helfen, wurde uns das von den Vorgesetzten ausdrücklich verboten!' In der Kaserne sei man dann auch noch eingeschüchtert worden.
Oberst Karl Kihssl vom Militärkommando Niederösterreich wiederholt gegenüber der 'Krone' dazu lediglich den Inhalt des offiziellen Statements vom Samstag: 'Es wurde eine Untersuchungs-Kommission eingesetzt. Der Vorfall muß restlos geklärt werden. Liegt schuldhaftes Verhalten vor, wird es Konsequenzen geben.' - Von Gregor Brandl, Kronen Zeitung, und krone.at

Junger Sex-Unhold - 15-jähriger 'Grapscher' in Tirol verhaftet

Ein erst 15 Jahre junger Tiroler ist jetzt nach mehreren sexuellen Übergriffen auf Frauen in Innsbruck festgenommen worden. 'Wenn ihm eine Frau optisch gefallen hat, spürte er das Bedürfnis sie abzugreifen', schildert ein Sprecher des Stadtpolizeikommandos das Vorgehen des Verdächtigen. Der Jugendliche wurde in die Justizanstalt eingeliefert, ihm droht eine Anzeige wegen 'Verdachts der versuchten Vergewaltigung in mehreren Fällen'.
In den vergangenen Wochen waren sechs Übergriffe bei der Polizei zur Anzeige gebracht worden, zuletzt am vergangenen Samstag. Dabei hatte der junge Mann eine 23-jährige Innsbruckerin verfolgt und von hinten attackiert. Er drückte die Frau auf die Motorhaube eines geparkten Fahrzeuges und hielt sie fest. Aufgrund der Gegenwehr und der lauten Schreie der Tirolerin ließ der 15-Jährige von ihr ab und flüchtete.
Die Frau erstattete sofort Anzeige. Der Jugendliche mit türkischen Wurzeln wurde 20 Minuten später einige Straßen vom Tatort entfernt angehalten und dem Opfer gegenübergestellt. Der Tatverdächtige leugnete den Übergriff zunächst, zeigte sich aber schließlich geständig. Im Zuge der Ermittlungen wurde er auch bezüglich der anderen sexuellen Übergriffe verdächtig, hieß es.
Vorgangsweise immer dieselbe
Seine Vorgangsweise sei immer dieselbe gewesen, so die Polizei: Habe ihm eine Frau gefallen, verfolgte er sie. Danach attackierte der Jugendliche die Opfer und rang sie oftmals zu Boden.

Langes Martyrium - 17-jährige Tirolerin von vier Männern vergewaltigt

Ein 17-jähriges Tiroler Mädchen ist von vier Marokkanern im Alter von 16 bis 24 Jahren in Innsbruck vergewaltigt worden.
Das Mädchen hatte nach Alkoholkonsum zum Tatzeitpunkt das Bewusstsein verloren, das Martyrium dürfte bis zu 12 Stunden gedauert haben. 'Die Männer gehören der Innsbrucker Nordafrikaner-Szene an', erklärte Chefinspektor Franz Bernsteiner am Freitag. Sie seien zum Teil geständig und wurden in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.
Die Tat ereignete sich bereits am vergangenen Wochenende. Am Sonntag verließ die Innsbruckerin gegen 3.20 Uhr ein Lokal. Erst gegen 16.00 Uhr wachte sie halbnackt und mit starken Schmerzen im Unterleib in einem unbewohnten Innenstadthaus auf. Als die 17-Jährige zu sich kam, wurde sie von einem ihr unbekannten Mann gerade sexuell mißbraucht. Trotz Gegenwehr ließ der Mann von dem nach wie vor beeinträchtigten Mädchen nicht ab, teilte die Polizei mit.

'Tiefgreifende Bewußtseinstörung'
Anschließend ging die junge Frau nach Hause und erstattete Anzeige. Sie konnte einen Tatverdächtigen identifizieren, woraufhin drei weitere Verdächtige ausgeforscht und festgenommen wurden. Das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung sowie weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen sollen Aufschluß geben, weshalb das Mädchen in eine 'tief greifende Bewußtseinstörung' verfallen und aus diesem Grund wehrlos war.

Wahnsinnstat - 30-jähriger Mann aus fahrender U-Bahn geworfen

Ein 30-jähriger Mann ist in Berlin aus einer fahrenden U-Bahn geworfen worden. Nach Polizeiangaben haben ihn Unbekannte Sonntag früh bei der Einfahrt in die Station Hansaplatz durch die Fensterscheibe eines Waggons geworfen, die durch die Wucht zerbrach. Der Mann stürzte auf den Bahnsteig, kam aber mit leichten Kopfverletzungen davon. Die sechsköpfige Gruppe, die das Opfer bereits während der Fahrt geschlagen und getreten hatte, konnte unerkannt entkommen.
Unterdessen hat sich die Serie von Angriffen auf Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Nacht auf Sonntag fortgesetzt. Am Lichtenrader Damm schlug ein Fahrgast einem Busfahrer mit der Faust ins Gesicht. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen, der Täter konnte flüchten.
Angriffe auf BVG-Mitarbeiter hatten in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Deshalb vereinbarten der Berliner Senat und die BVG im November ein Maßnahmenpaket, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen. Unter anderem wurden zusätzliche Sicherheitskräfte für U-Bahnen und Bahnhöfe eingestellt.

Sarkozy greift durch - Rachida Dati wird nach Brüssel 'abgeschoben'

Frankreichs Präsident Sarkozy hat in der Debatte um seine umstrittene Justiz-Ministerin Rachida Dati nun offenbar ein Machtwort gesprochen: Dati wird aus der Regierung ausscheiden und nach Brüssel 'abgeschoben'. Die Politikerin habe sich bereit erklärt, am 7. Juni bei der Europawahl zu kandidieren, berichtete 'Le Figaro' am Freitag.
Dati war zuletzt schwer unter Beschuss, weil sie den Vater ihres Anfang Jänner geborenen Kindes nicht nennen wollte. Als sie fünf Tage nach dem Kaiserschnitt auch noch in High Heels zur Arbeit ging, wurde ihr gar der Titel 'Rabenmutter' verliehen.
Auch Landwirtschaftsminister Michel Barnier wird die Regierung verlassen und schon ab März den Wahlkampf der Regierungspartei UMP für das Europaparlament führen. Die 43-jährige Dati habe sich damit abgefunden, den Ministerposten in den kommenden Monaten aufgeben zu müssen, berichtet 'Le Figaro'.
Datis Kandidatur bei der Europawahl solle an diesem Samstag bei einem Parteitag der Regierungspartei UMP von Sarkozy verkündet werden. Spätestens im Mai muß sie ihr Amt niederlegen, um sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren, hieß es. Noch letzte Woche hatte Dati erklärt, sie sei 'nicht bereit', das Kabinett zu verlassen.

Fünf Tage nach Geburt zur Kabinettssitzung
Die Ministerin mit einer Schwäche für Luxus-Kleider hatte nach der Wahl von Sarkozy 2007 zunächst zu den Stars der neuen konservativen Regierung gehört. Erstmals wurde mit ihr eine Vertreterin aus einer nord-afrikanischen Einwandererfamilie mit einem großen Ministerium betraut. Dati büßte ihre Beliebtheit aber nach heftigem Widerstand gegen ihre Reformen im Justizsystem und einem angeblich autoritären Amtsstil ein.
Für Furore sorgte sie Anfang Jänner, als sie bereits fünf Tage nach der Geburt ihrer Tochter wieder zum Dienst antrat. Dati weigerte sich bisher, den Namen des Vaters zu nennen, was für Spekulationen sorgt.
Erst am Freitag beteuerte Spanies Ex-Regierungschef Jose Maria Aznar im Radiosender Europe 1 erneut, daß er nicht der Vater sei. Die Ministerin selbst hatte zu dem Thema im September lediglich gesagt, sie habe 'ein kompliziertes Privatleben'. Seit ein paar Wochen hält sich zudem das Gerücht, der jüngere Bruder von Präsident Nicolas Sarkozy habe Dati geschwängert.

Drei Monate bedingt - Winter wegen Verhetzung verurteilt

Die FPÖ-Abgeordnete Susanne Winter, die sich 'nicht schuldig' bekannte und dies mit dem Unschuldssymbol einer mitgebrachten weißen Lilie anscheinend noch unterstreichen wollte, ist am Donnerstag am Grazer Straflandesgericht wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer Geldstrafe von 24.000 Euro und einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Äußerungen gegen den Islam und den Propheten Mohammed waren rund um das Neujahrstreffen der Freiheitlichen im Grazer Wahlkampf-Finale vor einem Jahr gefallen.
Winter, wurde in vier von fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen. Dabei war es um die Warnung vor einem 'Einwanderungs-Tsunami', dem Islam als historische 'Feindreligion' sowie um ihre Meinung gegangen, der Islam gehörte über das Mittelmeer zurückgeworfen, Prophet Mohammed sei im heutigen Rechtsverständnis ein Kinderschänder und habe den Koran im Rahmen epileptischer Anfälle geschrieben.

Äußerungen geeignet, um Hass zu schüren
Diese Äußerungen seien objektiv geeignet gewesen, Haß zu schüren, begründete Richter Christoph Lichtenberg das Urteil. Auch die Herabwürdigung sei eindeutig. Freigesprochen wurde Winter in der Forderung ihres Sohnes und RFJ-Funktionärs Michael nach 'Tier-Bordellen', den sie in einer Schuldiskussion verteidigt hatte.
Es sei nicht um eine einzelne Formulierung gegangen, sondern die 'Äußerungen in der Gesamtheit', begründete der Richter. Damit folgte er nicht der Verteidigungslinie von Anwalt Bernhard Lehofer und Winter selbst, wonach es um 'verkürzte und provokante Aussagen im Wahlkampf' gegangen sei, die historisch begründbar und nur gegen den 'Radikal-Islam' gedacht gewesen seien. Als erschwerend wertete Richter Lichtenberg,
daß sich Winter auch vor Gericht nicht zur Erklärung durchgerungen haben, in Zukunft von solchen Äußerungen Abstand nehmen zu wollen.

Winter erschüttert über die Vorwürfe
Winter hatte sich in ihrem Schlußwort 'erschüttert' über die Vorwürfe gezeigt, die sie als 'Haß-Prediger' hinstellten: 'Ich hatte niemals die Absicht, irgendjemand in seinen religiösen Gefühle verletzen zu wollen'. Sie trete für die Rechte der Frauen und Gleichbehandlung auch im Islam ein. 'Ich habe die Wahrheit gesprochen, und meine Wahrheit ist mit Gottes Hilfe gesprochen worden', sagte die Angeklagte.
Staatsanwalt Wolfgang Redtenbacher hatte darauf hingewiesen, daß 'Grundrechteimmanente Grenzen' überschritten worden seien und hatte eine 'harte Strafe aus Gründen der Spezial- und Generalprävention' gefordert. Der Verteidiger hatte gekontert, ihm komme vor, 'hier wird ein Exempel statuiert, damit sich die FPÖ benehmen soll'.
Winter berief gegen das Urteil, das sie als 'unverständlich' bezeichnete.
Ihr Mandat will sie weiterhin ausüben.

Kickl spricht von 'Skandalurteil'
Für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ist die Verurteilung Winters ein 'Skandalurteil'. Es sei 'grotesk', wenn ein Politiker nicht mehr vor den 'Folgen einer verfehlten Zuwanderungspolitik warnen' dürfe, schrieb er in einer Aussendung. Anders sehen das die Grünen und die Sozialistische Jugend Österreichs - sie fordern Winters Rücktritt.

'Weltstrafgericht' - Prozeß gegen Kongo-Milizenchef Lubanga
Einer der brutalsten Milizenchefs des Kongo muß sich seit Montag im ersten Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH/ICC) in Den Haag verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-jährigen Ex-Befehlshaber Thomas Lubanga vor, zwischen 2002 und 2003 in der wegen ihrer Rohstoffe umkämpften kongolesischen Provinz Ituri Hunderte Kinder unter 15 Jahren zum Morden gedrillt und für Massaker an Dorfbewohnern eingesetzt zu haben. Die Gemetzel und Massenvergewaltigungen seiner Miliz UPC (Union Kongolesischer Patrioten) werden Lubanga allerdings nicht direkt zur Last gelegt. Chefankläger Luis Moreno-Ocampo will eine Strafe von bis 30 Jahren Haft verlangen.
Lubanga, der im März 2005 festgenommen und ein Jahr später an den IStGH überstellt wurde, hat sich gleich zu Prozessbeginn nicht schuldig bekannt. Er wird in dem auf mehrere Monate angelegten Verfahren mit den Aussagen von mehr als 30 Zeugen konfrontiert - unter ihnen ehemalige Kindersoldaten. Zudem wird der vor drei Richtern geführte Prozeß von Anwälten von mehr als 90 Opfern aktiv begleitet. Es ist das erste Mal bei einem internationalen Verfahren, dass Opfer direkt in den Prozeßverlauf einbezogen sind.
Menschenrechtler in aller Welt begrüßten die Eröffnung des ersten Prozeßes vor dem 'Welt-Strafgericht', als wichtiges Signal. Der IStGH soll vor allem dafür sorgen, daß Völkermord und andere schwere Kriegsverbrechen auch dann nicht ungesühnt bleiben, wenn die betroffenen Staaten selbst nicht zu einer Verfolgung der Täter bereit oder in der Lage sind. Der IStGH wurde 1998 mit dem Statut von Rom aus der Taufe gehoben. Mehr als 100 Staaten haben den Gründungsvertrag bisher ratifiziert. Das Gericht nahm vor sieben Jahren seine Arbeit auf.

Einsatz von Kindern in Kriegen als schweres Verbrechen
Mit dem Prozeß gegen Lubanga werde zudem deutlich, daß der Einsatz von Kindern in Kriegen ein schweres Verbrechen ist, daß die internationale Gemeinschaft nicht länger hinnehmen wird, erklärte die Kinderhilfsorganisation 'terres des hommes'. Nun müsse auch der gerade in Ruanda festgenommene kongolesische Milizenchef Laurent Nkunda vor dem IStGH angeklagt werden.
Wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kindersoldaten wurden bereits drei weitere Milizenführer aus der Demokratischen Republik Kongo angeklagt. Zwei sitzen in Untersuchungshaft, einer ist noch flüchtig. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte,
daß Lubanga nicht auch wegen Massenmorden seiner UPC angeklagt wurde und daß zudem Hintermänner der kriegerischen Auseinandersetzungen in Uganda und Ruanda ungeschoren bleiben.

Zeugenaussagen, Videoaufnahmen und Dokumente
Zunächst wird die Staatsanwaltschaft am Montag eine Zusammenfassung der Anklage vortragen, die sich neben den Zeugenaussagen auch auf Videoaufnahmen von Lubanga in militärischen Lagern mit Kindersoldaten sowie auf 1.671 Dokumente stützt.

Luxus-Dienstwagen - Weiter Wirbel um Notenbanker-Dienstautos

In der am Freitag von Finanzminister Josef Pröll angestoßenen Debatte um die Luxus-Dienstwagen der Nationalbank-Manager – krone.at berichtete – hat sich jetzt die Bundesbeschaffungs-Gesellschaft eingeschaltet. Die BBG sei bereit, der Notenbank Autos 'um gut die Hälfte günstiger' zu besorgen. 'Wenn die OeNB interessiert ist, kann sie auf unsere Dienste zurückgreifen. Wir sind jederzeit gerne bereit', erklärte ein Sprecher der BBG, die auch für Ministerien Sonderpreise bei Autoherstellern aushandelt, wodurch diese an und für sich recht teure Autos zu Mittelklassepreisen bekommen. In die Kritik von Pröll stimmten indes auch die SPÖ sowie die Opposition ein.
Pröll hatte Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny – der ehemalige BAWAG-Direktor hat sich übrigens kein neues Auto angeschafft, sondern den Mercedes seines Vorgängers Klaus Liebscher übernommen - am Freitag per Brief angewiesen die OeNB möge sich 'der Dienste oder zumindest der Prinzipien der BBG bedienen' (siehe krone.at-Bericht in der Infobox).
Die BBG stehe für alle ausgegliederten Unternehmen des Bundes zur Verfügung, dies gelte auch für die OeNB, falls dort der Wunsch bestehe, hieß es jetzt von BBG-Sprecher Florian Unterberger am Samstag.
Vom Luxus müßten die Notenbankdirektoren offenbar nicht einmal groß Abstand nehmen. Aufgrund der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit könne man dieselben Fahrzeuge um die Hälfte bis ein Drittel dieses Preises kaufen, hieß es vonseiten der BBG. Die Karossen der OeNB-Direktoren (im Bild ein 7er BMW wie ihn Präsident Claus Raidl fährt) sollen, inklusive teuren Extras, jeweils bis zu 130.000 Euro gekostet haben - wobei bei einigen die Anschaffung mit Leasingverträgen gelöst worden sein soll.

Kräuter ortet 'verheerende Optik'
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hat indes eine 'umgehende Änderung' der Gepflogenheiten bei der Nationalbank gefordert. 'Sicherheit und eine gewisse Bequemlichkeit ja, Luxus und Geldverschwendung nein. Der Bevölkerung ist angesichts der Banken- und Wirtschaftskrise eine derart instinktlose und provokative Vorgangsweise nicht zuzumuten, die Optik ist verheerend', kritisierte Kräuter am Samstag.
Die Argumentation von OeNB-Präsident Claus Raidl, wonach auch bei österreichischen Kommerz-Banken und ausländischen Zentralbanken Dienstwagen des Standards bis zu 130.000 Euro üblich seinen, könne Klein- und Mittelbetrieben, die auf überlebensnotwendige Kreditvergaben warten würden, wohl kaum zugemutet werden.
Es müsse 'eine vernünftige Fahrzeugregelung in der Nationalbank bis Ende Februar 2009 getroffen werden', so Kräuter, der 'allen Bankinstituten, die von der Republik Österreich und somit letztlich vom Steuerzahler Stützungen und Haftungen lukrieren, äußerste Sparsamkeit auf allen Ebenen' empfahl.
Kritik auch von der Opposition
Auch Grüne und BZÖ haben am Samstag die Nationalbank im Zusammenhang mit den Dienstwagen der Direktoren kritisiert. 'Die Direktoren und leitenden Angestellten leben wie die 'Maden im Speck' und unfassbare Pensionsregelungen versüßen zusätzlich diesen auf Steuerzahlerkosten den Lebensabend', empörte sich BZÖ-Rechnungshofsprecher Gerald Grosz, der auch von einem 'Privilegiendschungel' sprach, der 'entfilzt' gehöre.
Als 'Privilegienstadl' bezeichnete auch der Grüne Werner Kogler die OeNB. Er wolle als Vorsitzender des Rechnungshof-Ausschusses dafür sorgen, dass über das Parlament und den nächsten Routinebericht des Rechnungshofes 'hier reiner Tisch gemacht wird'.
'Unter Umständen könnte man die Untersuchungen des Rechnungshofes auch noch beschleunigen', so Kogler. Abgesehen von den Privilegien gelte es auch die grundsätzliche Konstruktion der OeNB zu hinterfragen. 'Die OeNB und die Eigentümerschaft durch die Banken in Österreich ist eine der seltsamsten Konstruktionen der Welt. Die Banken müssen endlich raus aus der Eigentümerschaft.'

'Wachmacher' - Flugbegleiter sollen Piloten am Einschlafen hindern

Um die Piloten in Zukunft am Einschlafen zu hindern, sollen indische Stewardessen ab nun aktiv eingreifen und für die nötige Unterhaltung der Cockpitcrew sorgen: Ein neues Regelwerk der indischen Zivilluftfahrtbehörde DGCA schreibt vor, dass die Flugbegleiter alle halbe Stunde mit den Piloten sprechen sollen, wie die Zeitung 'Hindustan Times' kürzlich berichtete.
Laut den Vorschriften, die für alle indischen Fluggesellschaften gelten, müssen die Piloten zudem ihre Lautsprecher im Cockpit stets aufgedreht lassen, damit sie die Flugüberwachung hören können. Die Besatzung ist zudem angehalten, regelmäßige Pausen und keine zu langen Schichten einzulegen.

Schlafend über den Zielort hinweggeflogen
Im vergangenen Jahr waren Piloten der Gesellschaft Air India während eines Flugs nach Bombay eingeschlafen und über ihren Zielort hinweggeflogen. Ein Vertreter der DGCA bestritt indes, daß es Probleme mit schlafenden Piloten gebe. Es sei ganz normal, daß sich die Flugzeugführer durch ihre anstrengenden Dienste müde fühlten.

Übermüdet - Air-India-Piloten während Flug eingeschlafen

Weil sie während eines Flugs eingeschlafen sind, haben zwei Piloten der staatlichen indischen Fluglinie Air India ihr Ziel um viele Kilometer verfehlt. Die Maschine mit rund hundert Passagieren an Bord sei aus Dubai gekommen und in der nordindischen Stadt Jaipur zwischengelandet, berichtete die Zeitung 'Times of India' am Donnerstag.
Die nächste Landung sollte die Millionenmetropole Bombay sein - doch als die Bodenkontrolle ihre Landeanweisungen gab, waren die Piloten bereits eingedöst, und der Passagierjet flog auf die Touristenregion Goa zu.
'Nach einem Nachtflug erreicht der Grad der Übermüdung den Höhepunkt', sagte ein nicht namentlich genannter Informant der Zeitung.
Die Piloten hatten den Angaben zufolge den Autopiloten eingeschaltet, nachdem sie in Jaipur gestartet waren.
'160 Kilometer vor Bombay hätte das Flugzeug zum Landeanflug ansetzen müssen', sagte der Informant. 'Aber es flog immer noch in voller Höhe. Wir haben eine Entführung geprüft.' Schließlich habe die Bodenkontrolle die Piloten mit einem Alarmsignal geweckt.
Air India sagte der Zeitung, das Unternehmen bemühe sich um die Aufklärung der Angelegenheit. Der Geschäftsführer des Flughafens von Bombay betonte, niemand sei eingeschlafen, es habe lediglich einen 'Kommunikationsausfall' gegeben. Die 'Times of India' will jedoch vernommen haben, daß die Behörden versuchen, den Zwischenfall bei der staatlichen Fluglinie zu vertuschen.

Schlampiger Coup - Diebin wirft über 10.000 Euro weg

Es wäre wohl der Coup ihres Lebens gewesen: In einem Café im deutschen Aachen hat eine Diebin einem Ehepaar die Handtasche gestohlen, die große Beute dabei jedoch übersehen. Zwar entwendete sie die Brieftasche und die Scheckkarten, bevor sie die Tasche nahe dem Tatort wegwarf - die Seitenfächer der Tasche aber durchsuchte sie nicht und ließ sich so über 10.000 Euro durch die Lappen gehen ...
Als das ältere Ehepaar bemerkte, daß die Handtasche weg war, erstattete es sofort Anzeige. Die freche Diebin hatte mittlerweile längst die Tasche leergeräumt und Portemonnaie sowie Scheck-Karten entwendet. Doch ein Blick in ein Seitenfach hätte sich für sie noch mehr gelohnt. Dort steckten 10.600 Euro in bar, die das bestohlene Ehepaar nach dem Café-Besuch auf die Bank bringen wollte.
Ein Fußgänger fand die weggeworfene Handtasche und brachte sie zur Polizei. Das Paar durfte aufatmen, als es bemerkte, dass das Geld noch da war. Im Gegensatz zur Diebin – wie die Polizei in ihrem Bericht sarkastisch bemerkt:
'Sollte die Diebin, entgegen landläufiger Meinung, in den nächsten Tagen Radio hören oder gar Zeitung lesen, ist zumindest eine kurzfristige Beeinträchtigung ihrer Gesundheit bzw. Stimmungslage nicht auszuschließen.'
Fazit der Geschichte: Diebe können ganz schön blöd sein, und Polizisten haben Sinn für Humor …

Immer Bauchweh - Chinesin war 60 Jahre lang schwanger

60 Jahre quälte sich die Chinesin Huang Yijun mit einem dicken Bauch und dauernden Schmerzen durchs Leben, erst jetzt fanden die Ärzte die Ursache für die vermeintlichen Magenschmerzen der inzwischen 92-jährigen Frau. Auf Röntgenbildern entdeckten die staunenden Mediziner: Die Frau trug über ein halbes Jahrhundert ein totes Kind im Bauch …
Weil die Schmerzen unerträglich wurden, suchte Yijun ein Spital im Süden Chinas auf, wo zur Abklärung der Symptome auch ein Röntgen gemacht wurde. 'Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als ich entdeckte, daß sie ein Baby im Bauch trägt', sagte der behandelnde Arzt im Qingshen-Spital, Liu Anbin, nach dem Studium der Röngenaufnahmen. 'Ich bin seit über 40 Jahren Arzt, aber es ist das erste Mal, daß ich so etwas gesehen habe', erklärte der verblüffte Mediziner.
Dem medizinischen Phänomen liegt eine traurige Geschichte zugrunde: 1948 hatten Ärzte Yijun, die damals schwanger war, erklärt, daß ihr Baby im Bauch gestorben sei.
Für die operative Entfernung des toten Fötus hatten die Mediziner rund 100 Euro verlangt, doch die Frau konnte sich die Operation nicht leisten. 'Das war damals viel Geld, mehr als die ganze Familie in ein paar Jahren verdient hat, und so habe ich nichts gemacht und die Sache einfach ignoriert', schilderte die Frau.
Jetzt müssen die Ärzte klären, ob das tote Kind aus dem Bauch der betagten Frau entfernt werden muß. 'Normalerweise beginnt ein toter Fötus zu verwesen, und es ist ein Wunder, daß die Huang so gesund ist', sagte der Direktor der geburtshilflichen Abteilung des Krankenhauses.
Foto: EuroPics (CEN)

Von Polizei geweckt - Einbrecher schläft mit 6,7 Promille auf Couch ein

Mit rekordverdächtigen 6,7 Promille Alkohol im Blut hat sich ein Einbrecher in Deutschland noch am Ort des Verbrechens schlafen gelegt - und ist friedlich schlummernd von der Polizei festgenommen worden. Eine Nachbarin hatte das Klirren einer Scheibe gehört und die Beamten alarmiert.
Als die Polizisten bei der Hamburger Wohnung ankamen, fanden sie eine zerbrochene Balkontür und den auf dem Sofa schlafenden Mann vor.
Der Verdächtige hatte ausgiebig Korn, Likör und Sekt getrunken. Er konnte sich nicht ausweisen und war auch nicht in der Lage, mit den Beamten ein Gespräch zu führen. Also verfrachteten ihn die Polizisten zur Ausnüchterung in eine Klinik. Blutalkoholwerte ab 4,0 Promille gelten für ungeübte Trinker übrigens als potenziell tödlich.

Anti-Gott-Hype - Kampagne gegen Gott ist Renner in England

Als die britische Kolumnistin Ariane Sherine Ende Oktober 2008 die Idee zu einer Werbekampagne gegen Gott gebar, erwartete sich die junge Comedy-Schreiberin hauptsächlich eine Menge Beschwerdebriefe.
Doch es kam ganz anders: Tausende Briten spendeten binnen weniger Wochen umgerechnet 160.000 Euro für den 'anti-heiligen' Zweck. Seit Jänner kurven jetzt 800 'gottlose' Busse durch England, über 1.000 Plakate zieren die Londoner U-Bahn. Und es rotten sich bereits 'Ungläubige' in anderen Ländern zusammen, um Sherines Slogan 'Vielleicht gibt es gar keinen Gott. Also hör auf, dir Sorgen zu machen und genieße dein Leben!' zu verbreiten.

Infobox - zur Website der Kampagne
Sherine postete im Oktober einen Kommentar auf der Website der renommierten Zeitung 'The Guardian'. Sie wunderte sich darin über eine Werbekampagne für Gott auf Bussen in London.
Die Website der werbenden Organisation eröffnete Sherine, dass Ungläubige auf ewig vom Göttlichen getrennt bleiben würden und 'für alle Zeiten in der Hölle schmoren müssen'.
Die junge Kolumnistin beendete ihren Artikel mit dem Vorschlag: 'Wenn alle Atheisten, die das hier lesen, fünf Pfund geben würden, könnten wir eine Gegenkampagne starten!'
Hintan stellte sie gleich ihren Vorschlag für den passenden Slogan: 'Vielleicht gibt es gar keinen Gott. Also hör auf, dir Sorgen zu machen und genieße dein Leben!'
Jon Worth, Blogger und Mitglied der 'British Humanist Association', las Sherines Kommentar und eröffnete spontan ein Spendenkonto. 5.000 Pfund setzte man sich als Ziel. In den ersten sechs Wochen trudelten 877 Zahlungen ein, allesamt nicht groß genug, um die Kampagne zu starten.
Als Sherine einen zweiten Kommentar schrieb, setzten sich die Blogosphäre, einzelne Zeitungs-Kommentatoren und der bekannte britische Wissenschaftler und bekennende Atheist Richard Dawkins mit ins Boot.
Binnen weniger Wochen waren 140.000 Pfund - umgerechnet fast 160.000 Euro - auf dem Konto eingelangt. Seit Anfang Jänner kurven jetzt 800 Busse mit dem Slogan durch England, über 1.000 Plakate zieren die Londoner-U-Bahn-Stationen und sogar Bewegtbildwerbung konnte man sich leisten. 'Es ist erstaunlich. Ich hätte mir nie gedacht, daß diese Aktion so groß werden könnte', schildert Sherine der Agence France Presse.
'Ungläubige' rotten sich zusammen
Via Internet hat sich die Idee, fanatischen Religionsgemeinschaften mit derartigem Atheismus-Lobbying zu begegnen, nach der großen Medienaufmerksamkeit auf die britische Kampagne in den letzten Wochen wie ein Lauffeuer verbreitet.
In Australien gibt es bereits plakatierte Anti-Gott-Busse. Im italienischen Genua verhinderte bislang nur ein drohender Busfahrer-Streik den Start der Kampagne. In Spanien weigerte sich zunächst das Werbeunternehmen, die Plakate anzunehmen, ehe sich die 'Gottlosen' durchsetzten.
Indes zählt Sherine die Beschwerden, die seit dem Start der Kampagne bei der britischen Werbeaufsichtsbehörde eingegangen sind. Mit 200 Stück binnen weniger Tage sind die Atheisten dort nämlich auf dem besten Weg, einen neuen Rekord aufzustellen. Die Spenden trudeln indes weiter ein und die Kolumnistin hat ihren Slogan bereits auf T-Shirts gedruckt.

Teure Reparatur - CERN-Chef: Schaden am LHC unterschätzt

Der Schaden am wegen einer Panne still stehenden Teilchenbeschleuniger (LHC) am CERN ist unterschätzt worden. Das sagte der neue CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer in einem Interview mit der Zeitung 'Sonntag'. Die Reparatur koste 20 bis 26 Millionen Euro.
Er hoffe, die Kosten würden nicht noch höher, sagte Heuer, der dem Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik seit 1. Jänner vorsteht, in dem Interview. Die Experimente mit dem LHC würden im Sommer anlaufen.
'Aber erst 2010 werden wir mit voller Energie loslegen'. Er wolle sicher sein, dass beim LHC alles funktioniere. Heuer will den Beschleuniger deshalb zusätzlich von einer externen Gruppe prüfen lassen. Nicht Mißtrauen gegenüber den CERN-Mitarbeitern sei der Grund dafür, sondern weil man mit der Zeit systemblind werde, wenn man lange Zeit an etwas arbeite. Eine Panne legte im September den Large Hadron Collider (LHC) nur zehn Tage nach dem Start lahm. Grund war eine defekte elektrische Schaltverbindung. Zunächst waren die Verantwortlichen von einer Reparaturzeit von etwa zwei Monaten ausgegangen.
Im LHC prallen Protonen aufeinander. Die Forschung will aus den dabei entstehenden Teilchensplittern neue grundlegende Erkenntnisse über die Materie und das Universum gewinnen. Mit dem LHC können Bedingungen erzeugt werden, wie sie einen Bruchteil von einer Sekunde nach dem Urknall geherrscht haben sollen.

Spur der Gene - Bakterien belegen frühe Völkerwanderungen

Genetische Analysen von Bakterien, die im menschlichen Verdauungssystem leben, spiegeln prähistorische Völkerwanderungen wider. Trennen sich die Wege zweier Menschengruppen, so entwickeln sich auch ihre Parasiten langsam, aber kontinuierlich genetisch auseinander. Nach Analysen in und um Afrika hat eine Forschergruppe um Mark Achtman und Yoshan Moodley am Max-Planck-Institut (MPI) für Infektionsbiologie in Berlin nun prähistorische Migrationsbewegungen im Pazifischen Raum analysiert und in der Wissenschaftszeitschrift 'Science' veröffentlicht.
Die Erkenntnis, dass im Magen lebende Bakterien namens Helicobacter pylori Magengeschwüre, Gastritis und sogar Magenkrebs verursachen können, ist eine vergleichsweise junge Weisheit der Medizin. 2005 wurden die Australier Robin Warren und Barry Marshall für ihre Erkenntnisse mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Nachdem sich weiters herausgestellt hat, dass etwa die Hälfte der Menschheit mit dem Keim infiziert ist, setzen Biologen Helicobacter mittlerweile auch dazu ein, um die Besiedelung ganzer Kontinente durch den Menschen nachzuzeichnen.

Laufende Veränderungen beim Menschen
Das Genom vom Mensch und Bakterium ist laufenden Veränderungen unterworfen. Trennt sich eine Population und entfällt damit eine Durchmischung der Gene, so entwickeln sich die beiden Gruppen genetisch auseinander. Anhand des Unterschieds läßt sich abschätzen, wie lange es schon keine Durchmischung mehr gab.
Des weiteren kam es im Zuge der Ausbreitung des Menschen über die Kontinente immer wieder zu Schrumpfungen der Populationen, was in Folge zu einer dauerhaften Verarmung der genetischen Vielfalt der jeweiligen Gruppe führt. Je weiter eine solche Gruppe sich daher von ihrem Ursprungsort entfernt, desto geringer wird die Vielfalt.

'Out of Africa'-Hypothese
Nachdem die genetische Analyse der Genome von Helicobacter vor einigen Jahren bereits die Theorie der Abstammung des modernen Menschen aus Afrika (die so genannte 'Out of Africa'-Hypothese) bestätigte, nahmen die Wissenschaftler nun Pazifik-Regionen unter die Lupe, etwa wie der Mensch die zahlreichen Inseln besiedelte.
Die Gen-Analysen von Bakterienproben belegen eine erste Wanderungs-Bewegung, gestartet in Asien vor über 30.000 Jahren. Über die damals existierende Landbrücke wanderten die Menschen auf die heutige Inselwelt Indonesiens, weiter nach Neuguinea und Australien.
Eine zweite genetische Verwandtschaftslinie von Helicobacter weist auf eine weitere Wanderungswelle hin, gestartet vor rund 5.000 Jahren in Taiwan.
Die Menschen erreichten etwa die Philippinen, Polynesien und Neuseeland. Generell decken sich die Erkenntnisse mit archäologischen Daten und auch Sprachanalysen. Die Proben, auf denen die Analysen basieren, stammen etwa von Krankenhäusern oder Ärzten. An der Studie nahmen auch Ureinwohner teil, etwa Highlander aus Neuguinea oder Nachfahren der Ureinwohner Australiens, die heute mitten in der Wüste leben.

Sonntag, 25. Januar 2009

Ficken in allem neu erklärt! - "The banks are fucked, we're fucked, the country's fucked!" ... Banking-Sex as Sex can??!


http://alles-schallundrauch.blogspot.com/


Der heisse Geldrettungs-Tipp des Tages, aus einem Leser-Kommentar - Zitat:

"Ihr Anlageberater empfiehlt für das schwierige Finanzjahr 2009:
Tätowieren Sie sich einen Euro auf Ihren Penis,
denn nur so genießen Sie das Auf und Ab Ihres Geldes.
Sehen Sie, wie Ihr Geld wächst!
Freut es Sie jedesmal, wenn Ihre Frau zum Geld greift!
Entscheiden Sie selbst, wer Ihr Geld in die Hand nimmt!
Entscheiden Sie selbst, wohin Ihr Geld gesteckt wird!
Wir hoffen, Ihnen eine Hilfe gewesen zu sein!
Wünschen allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2009!" - 24. Januar 2009 16:02


'The banks are fucked, we're fucked, the country's fucked!'

Wie der Guardian berichtet, hat der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson folgenden Aussage gemacht, um die prekäre Situation von Grossbritannien darzustellen:
"The banks are fucked, we're fucked, the country's fucked!"
Diese Worte muss man nicht übersetzen. Deutlicher geht's ja nicht mehr, um die Lage der Banken, der Regierung und des Landes auszudrücken ... und dass, wohlgemerkt, von einem Regierungsmitglied! Die britische Regierung ist völlig verzweifelt, denn das Bankensystem, die Wirtschaft, ja das ganze Land ist bankrott.
Nach dem ersten Rettungspaket für die Banken vor drei Monaten, welches nichts gebracht hat, muss Premierminister Gordon Brown das zweite nun verkünden. 200 Milliarden Pfund sollen in einen Versicherungstopf gehen, diesmal nicht für die dahinsiechen Banken, sondern für ihre unschuldigen Kunden, für Firmen und Hausbesitzer, die dringend Kredite benötigen. Der Parteichef der Torys David Cameron sagte gestern, Grossbritannien steht vor den dunkelsten wirtschaftlichen Zeiten seit dem II. Weltkrieg, und läuft ins Risiko, sich Milliarden vom Internationalen Währungsfonds leihen zu müssen, um gerettet zu werden.
Der Ton gegenüber den Banken wird immer aggressiver. Die Regierung teilt die Frustration der Öffentlichkeit, über die unverantwortliche Geldanlage der Vergangenheit, wie sie ihre Misere der Überschuldung immer nur stückweise veröffentlichten, und wie sie sich stur in letzter Zeit geweigert haben, Kredite zu vergeben. Die regierende Labor Partei ist zunehmend nervös, dass die Briten einfach nicht verstehen, warum man eine zweite Rettung vornehmen muss, um den Bankern zu helfen, wenn sie bereits Milliarden an Krediten, Garantien und Kapital vom Staat erhalten haben.
Gordon Browns Titel als selbst ernannter "Retter der Finanzwelt", weil er als erster westlicher Regierungschef die Verstaatlichung von Banken als Rettungsmassnahme veranlasste, ist ziemlich angeknackst, war sowieso lächerlich.
Damit wurden die gigantischen Verluste nur sozialisiert, aber das Grundproblem nicht gelöst. Die sind immer noch da, sogar viel schlimmer geworden, nur Brown ist hilflos, hat keine Ahnung was er jetzt noch tun soll. Bei seiner Ansprache vor der Fabian Society am letzten Wochenende, sprach Lord Mandelson die oben zierten heftigen und wahren Worte aus. Er sagte weiter "Ich werde euch nicht sagen, ich glaube wir haben die Massnahmen getroffen, welche sicher funktionieren werden".
Auf die Banken bezogen sagte er: "In was sie sich hineinmanövriert haben, ist so technisch komplex, so eine Herausforderung, dass niemand in Verantwortung sagen kann, das ist alles was man tun muss, um zu richten was schiefgelaufen ist."
Auf der anderen Seite sagte Oppositionsführer David Cameron, "Wenn wir den Weg der Labor Partei einer unverantwortlichen Fiskalpolitik weiterverfolgen, dann werden wir sehr bald kein Geld mehr haben."
Weiter sagte er bei seiner Ansprache vor der Demos Denkfabrik in London. "Dann werden wir eine Rückkehr zu notfallmässigen Kürzungen vieler öffentlicher Dienste sehen, wie unter Labor in den 70gern, von denen aber eine fortschrittliche Gesellschaft abhängig ist."
"Ich sage jetzt kein Datum voraus, wann die Regierung kein Geld mehr haben wird und sich an den IWF wieder wenden muss", sagte er "was ich sage ist, wir laufen in das Risiko hinein, dass so was passiert, und in so eine Situation darf eine verantwortungsvolle Regierung das Land nicht bringen."
Das britische Pfund fiel auf den tiefsten Stand seit 1985 gegenüber den Dollar am Mittwoch, die Arbeitslosenzahlen sind auf ein 10 Jahreshoch von 6,1 Prozent gestiegen und das Staats-Defizit hat sich in den ersten neun Monaten des Fiskaljahres verdoppelt, auf den höchsten Wert aller Zeiten, auf 71,2 Milliarden Pfund.
Der Gouverneur der Bank von England, Mervyn King, fügte weitere schlechte Stimmung am Dienstag hinzu, als er warnte, dass "unkonventionelle Massnahmen" notwendig sein würden, um die britische Wirtschaft anzukurbeln, wenn der Zins demnächst auf null Prozent geht.
Verwandte Artikel: Europa steht vor dem Kollaps, Proteste in Island erzwingen Rücktritt der Regierung - Posted by Freeman um 10:00 37 comments Thema: , Sonntag, 18. Januar 2009
Wie die Mail berichtet, stand das britische Finanzsystem nur drei Stunden vor einem völligen Kollaps, als ein heimlicher Sturm auf die Banken stattfand. Ein Minister der Brown Regierung hat diese Tatsache jetzt verraten.
Der City Minister Paul Myners sagte, am Freitag den 10. Oktober 2008, stand das Land "sehr nahe" vor einem kompletten Kollaps aller Banken, nachdem "wichtige Kontoinhaber" versuchten massenweise ihr Geld abzuziehen. Der Mail on Sunday wurde erzählt, dass das Finanzministerium sich auf eine komplette Schliessung aller Banken vorbereitet hatte, alle elektronischen Überweisungen stoppen und alle Barabhebungen verhindern wollte.
Nur fieberhafte Bemühungen hinter den Kulissen, verhinderte einen finanziellen Zusammenbruch. Hätten die Massnahmen versagt, dann wäre Gordon Brown gezwungen gewesen zu verkünden, die britische Regierung muss das gesamte Finanzsystem verstaatlichen und alle Guthaben garantieren.
Nach der Preisgabe dieser Tatsache wurde Lord Myners am letzten Freitag beschuldigt, er wäre "völlig unverantwortlich", weil er die Grössenordnung der Krise zugegeben hat, während die Rezession sich weiter verschärft und grosse Institutionen wie Barclays weiterhin unter immensen Druck stehen.
Das Auftürmen der Probleme die zum "Schwarzen Freitag" führten, begann am Montag den 6. Oktober 2008, als der britische Aktienindex FTSE um 100 Punkte fiel, um fast 8 Prozent, und schlechte Wirtschaftsnachrichten nacheinander bekannt wurden.
Am nächsten Tag begann Finanzminister Alistair Darling mit nächtelangen Gesprächen, vor der Verkündung am Mittwoch, dass Milliarden an Steuergeldern als Liquidität ins System gepumpt werden. Aber die Aktien fielen weiter und die Situation verwandelte sich in ein Blutbad am Freitag, als der FTSE nur kurz nach Börseneröffnung um über 10 Prozent abstürzte.
Die Royal Bank of Scotland und HBOS näherten sich einem völligen Kollaps, aber Lord Myners sagte, die Probleme gingen viel weiter.
"Es gab zwei oder drei Stunden, als die Stimmung sehr schlecht wurde, nervös und fragil", sagte er.
"Die grossen Guthabenbesitzer versuchten ihr Geld abzuziehen – und waren bereit Strafe für diesen frühzeitigen Abzug zu bezahlen – aus einer Reihe von grossen Banken."
Die Bedrohung für das System war so ernst, dass die Bank of England gezwungen wurde, die Gläubiger der RBS in New York und Tokio zu kontaktieren, um sie zu überreden, nicht ihre Gelder abzuziehen.
"Wir standen vor dem grossen Problem, wie die Banken verhindern können, dass ihre Kunden ihr Geld abziehen", sagte eine Quelle aus dem Finanzministerium am Freitag.
"Die Banken selber verkauften ihre Aktienanteile, beschleunigten aber damit nur den Fall des Marktes, und sie bereiteten sich auf eine Schliessung vor.
Hypotheken sollten verkauft werden und die Sparer wären Kopfscheu geworden, um es mild auszudrücken. Es wäre ein Chaos gewesen."
Nach einer Woche der Krise, die mit einer Nacht und Nebel Aktion am Montag schloss, wurde verkündet, das die Lloyds TSB die HBOS übernimmt, unterstützt durch 17 Milliarden Pfund an Steuergeldern, und die RBS eine Spritze von 20 Milliarden Pfund bekommt – was zum Rücktritt des verrufenen CEOs Sir Fred Goodwin führte.
Die Aktienwerte erholten sich daraufhin langsam. Ruth Lea, Wirtschaftsberaterin der Arbuthnot Banking Group, sagte am Freitag, es wäre "höchst unverantwortlich" von Lord Myners gewesen, die Grössenordnung des Problems zu verraten, weil es zu einer weiteren Zerstörung des fragilen Vertrauens führen könnte.
"Wir sind noch nicht aus der Gefahrenzone", sagte sie. "Ich habe Angst um Barclays, nachdem der Aktienkurs so gefallen ist, und Lloyds durch die Übernahme von HBOS beschädigt ist."
Sie fügte hinzu: "Wenn es in diese Richtung geht, dann hat die Regierung keine andere Wahl, als einzuschreiten und das ganze Finanzsystem zu verstaatlichen."
Lord Myners sagte weiter, dass die Bankmanager "völlig überbelohnt" wurden, während der "goldenen Tage" der grossen Boni.
"Dass sind Leute, die kein Gespür für die Gesellschaft um sich herum haben", sagte er. "Es gibt sehr viel Verärgerung und vieles davon ist berechtigt."
Zwischen dem 28. Januar und 1. Februar findet das alljährliche Weltwirtschafts-Forum in Davos Schweiz statt. Das Programm steht dieses Jahr unter dem Motto "Shaping the Post-Crisis World - Gestaltung der Welt nach der Krise".
WEF-Gründer Klaus Schwab sagt, bei diesem Meeting geht es um Bewältigung der aktuellen Krise und der Gestaltung der Agenda nach der Krise, von Wirtschafts-Reform bis zur Klimaveränderung.
Die Vize-Direktoren des Meetings sind Kofi Annan (ex-UNO-Chef), Stephen Green (Chef HSBC Holding), Anand Mahindra (Chef Mahindra Indien), Rupert Murdoch (Chef News Corp.), Maria Ramos (Chef Transnet), Jeroen van der Veer (Chef Shell) und Werner Wenning (Chef Bayer).
Was fällt auf? Es sind diesmal viele Zentralbanker, Wirtschafts- und Finanzminister dabei, dann viele Staatschefs, 40 an der Zahl, wie Russlands Premierminister Vladmir Putin, der chinesische Premierminister Wen Jiabao, britische Premierminister Gordon Brown und Japans Premierminister Taro Aso.
Aus Deutschland kommt Angela Merkel, Axel A. Weber, Guido Westerwelle und Michael Glos. Aber von der Obama-Regierung niemand. Die "üblichen Verdächtigen" sind auch wieder da, Bill Clinton, Tony Blair und Al Gore. Nach dem Guido bei Bilderberg im Sommer in Washington war und jetzt zum WEF geht, würde ich mal sagen, der wird möglicherweise als nächster Kanzler vorbereitet. - Posted by Freeman um 19:19 40 comments Thema:
Am letzten Samstag gab es zum erst Mal in der aufgezeichneten Geschichte der Vereinigten Emiraten UAE, eine dicke Schneedecke auf dem Gipfel des Jebel Jais, wie die Bewohner vom nahegelegenen Ras Al Khaimah berichten.
Und dass in einem Land der Wüste, wo die Sommertemperaturen bis zu 50 °C erreichen und der lokale Dialekt nicht mal ein Wort für "Schnee" kennt.
Die Temperaturen fielen auf -3° C am Freitag und blieben bei 1 Grad bis zum Samstag. Während des "Winters" in den Emiraten kennt man Regen und Gewitter, es gab auch mal einen Hagelsturm, einige Schneeflocken in den Höhen, aber so viel Schnee auf dem Berg Jebel Jais, wobei ein Gebiet von 5 Quadrat-Kilometer mit 20 cm bedeckt war, ist unbekannt.
Wenn Al Gore in den nächsten Tagen nach Davos zum WEF kommt, um seine übliche Klima-Erwärmungs-Hyterie zu verbreiten, dann werde ich ihn darauf ansprechen ;-) Ich würde ihn zum Beispiel fragen, woher er die 400 Millionen Dollar Budget für seine Propaganda-Kampagne hat?
Von der Atomindustrie, weil sie hinter dem Hype stecken? Als Anwalt hat er ja die Energiewirtschaft vertreten. - Posted by Freeman um 16:03 31 comments Thema:
Barack Obama gab grünes Licht für seine erste Militäraktion am Freitag, ein Raketen-Angriff gegen mutmassliche Militante in Pakistan, bei dem mindestens 18 Zivilisten getötet (ermordet) wurden.
Nur vier Tage nach seiner Amtseinführung als neuer Präsident, wurde Obama von den US-Kommandeuren um Erlaubnis gefragt, bevor sie zwei Angriffe am Samstag mit Killer-Drohnen durchführten. Laut eigenen amerikanischen Gesetzen, sind Militär-Operation ausserhalb der vom Parlament genehmigten Gebiete, wie Afghanistan und Irak, verboten.
Um die gesetzlichen Grenzen überschreiten zu können, benötigt das Militär eine ausdrückliche Zustimmung des Präsidenten, und er gab sie. Damit knüpft Obama natlos an der verbrecherischen Politik von Bush an, in dem letztes Jahr 30 Angriffe auf Pakistan genehmigt wurden, die 200 Menschen töteten, ein völliger Bruch des internationalen Völkerrechts.
Aber Obama hatte bereits während des Wahlkampfs angekündigt, ihn kümmern solche Einschränkungen nicht, und er hat die Absicht den Krieg nach Pakistan zu verlagern. Er nannte es einen Fehler von Bush, den Irak überfallen zu haben, bevor der "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan und Pakistan "erledigt" war.
Die Kommandeure der US-Marines sagten am Freitag, dass 22.000 Truppen vom Irak nach Afghanistan verlagert werden. General James Conway sagte "die Zeit ist reif" den Irak zu verlassen, jetzt wo der Krieg zu einer Aufbauarbeit geworden ist und nicht mehr ein Kampf, für den sie ausgebildet wurden.
Er will die Marines in Afghanistan haben, speziell im Süden, wo Freiheitskämpfer der Taliban und al-Qaida angeblich von nahen Unterschlupf in Pakistan profitieren. Obama hat mehrmals in Aussagen gewarnt, er ist bereit Pakistan zu bombardieren, wenn Geheimdienst-Informationen zeigen, Osama Bin Laden würde sich dort aufhalten und Militante würden sich dort verstecken, speziell wenn die pakistanische Regierung nichts dagegen unternimmt.
Die US-Raketen wurden am Samstag von Predator-Drohnen abgefeuert, welche am Himmel kreisen und mit Kameras das Gelände beobachten, bevor sie vom Kommandostand über Fernsteuerung ins Ziel befohlen werden, wie in einem Videospiel.
Der erste Angriff erfolgte auf das Dorf Zharki ausserhalb Miran Shah, in Nord Waziristan. Drei Raketen zerstörten zwei Häuser, bei dem 10 Zivilisten getötet wurden. Ein Dorfbewohner erzählte der Reuters Nachrichtenagentur über Telefon, neun Leichen wurden aus den Trümmern geborgen, sechs davon waren der Besitzer mit seiner Familie.
Beim zweiten Angriff einige Stunden später auf das Dorf Gangi Khelin in Süd Warizistan, wurden acht Menschen getötet. Bewohner von Zharki zeigen auf den Schaden durch den amerikanischen Raketeneinschlag.
Die pakistanische Regierung hatte gehofft, dass unter Obama die Angriffe auf ihr Territorium aufhören würden, welche zu heftigen Protesten gegen die Regierung führten.
Das Aussenministerium forderte die neue Obama Regierung auf, einen anderen Weg zu gehen, um ihren Kampf gegen den Terrorismus durchzuführen. Nur Pakistan hat keine Möglichkeit, und ist auch politisch zu schwach, um sich gegen die Verletzung der Souveränität durch den amerikanischen Aggressor zu wehren. Obama will sich offensichtlich als entschlossener Führer darstellen, der keine Angst hat Militäraktionen zu befehlen, obwohl er im Wahlkampf von einer neuen Ära der Diplomatie für Amerika gesprochen hat.
Am letzten Donnerstag hat Obama den diplomatischen Veteranen Richard Holbrook als Sonder-Gesandten für Pakistan und Afghanistan bestimmt. Gleichzeitig sprach die neue Aussenministerin Hillary Clinton mit dem pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari am Telefon.
Kommentar: Kaum im Amt, geht das Töten unter Obama weiter. Er hat bereits Blut an den Händen und 18 Zivilisten auf dem Gewissen. Wie viele internationale Gesetze werden durch das Eindringen von amerikanischen Militärkräften nach Pakistan gebrochen?
Verletzung der Souveränitätsrechte eines Landes, führen eines Angriffkrieges, Bombardierung von Zivilisten, Völkermord?
Aber die amerikanische Regierung hält sich schon lange an keine Gesetze und macht was es will, und unter Barack Obama ist es nicht anders. Das System ist das gleiche, es wurde nur die Marionette ausgetauscht.
Wer ist der wirkliche Schurkenstaat und Oberterrorist auf dieser Welt? Ausserdem, jemand sollte Obama endlich sagen, Bin Laden ist schon lange tot, und die Ausrede, er verstecke sich jetzt in Pakistan, damit die Amerikaner auch dieses Land bombardieren können, nimmt ihm niemand ab. Langsam checken die Amerikaner, dass Obama nicht das ist was viele geglaubt haben. Bereits nach einer Woche im Amt, ist die Euphorie verschwunden und seine Zustimmungsrate in der Bevölkerung laut Gallup um 15 Punkte gefallen, von 83 auf 68 Prozent, wie hier zu lesen ist. - Posted by Freeman um 11:14 43 comments Thema: , , , ,
Die Ereignisse überschlagen sich in Europa. Die schlimmsten Aufstände seit dem Fall des Kommunismus finden im Baltikum und in den südlichen Balkanstaaten statt. Die Mittelmeerländer, zusammengefasst unter dem Begriff ClubMed, erleben den Zusammenbruch ihres Bondmarktes. Die Ratingagentur S&P hat die Schulden Griechenlands als Schrott bewertet.
Genau so ergeht es bald den Ländern Spanien, Portugal, aber auch Irland, die unter Beobachtung stehen. Jetzt stellt sich heraus, der Euro ist eine Schönwetterwährung, hat noch nie einen Sturm ausgehalten. Am 10. Geburtstag des Euros, der fälschlicherweise als Triumph gefeiert wurde, hat der britische Europa-Abgeordnete der UKIP Partei, Nigel Farage, ein seltenes Wort des Widerspruchs geäussert, in dem er die Länder in der Europäischen Währungs-Union als Gefangene eines Völkerkerkers verglich.
Eine ganze Reihe von EU-Staaten, von Osteuropa, über das Mare Nostrum bis zu den keltischen Gewässern, sind in einer Depression, wie in den 20ger Jahren, oder werden es bald sein. Jeder von denen ist ein Opfer des zerstörerischen Plans der globalen Geldelite, genannt europäische Währungsunion, welcher ihnen aufdiktiert wurde.
Alle stecken in der Falle. Die Maastricht-Kriterien sind längst Makulatur. Selbst die EU-Kernländer Frankreich und Deutschland konnten sie 2004 und 2005 nicht einhalten.
Griechenland hat nachweislich gelogen, um eine angebliche Ausgabendisziplin vorzutäuschen. Italiens Staatsschulden liegen derzeit bei 104 Prozent des Brutto-Inlandprodukts und das laufende Defizit Portugals beträgt 12 Prozent. Und das ist nur der Anfang. Die sich immer weiter verschärfende Krise wird den Euro zerreissen. Letzte Woche haben die Strassen von Riga wie eine Kriegszone ausgesehen.
Protestierende, die mit Eisblöcken bewaffnet waren, haben das lettische Finanz-Ministerium demoliert. Hundert haben versucht sich Zugang zum Parlament zu verschaffen, welches massive Einschnitte für die Bevölkerung beschlossen hat. Kurzzeitig wurde der Ausnahmezustand verhängt. "Das Vertrauen in die Autorität des Staates ist katastrophal gefallen", sagte der Präsident Valdis Zatlers, der eine Auflösung des Parlaments verlangte.
In Litauen spielte sich ähnliches ab. 7000 protestierten gegen die Regierung. Die Polizei schoss Gummigeschosse auf einen Gewerkschaftsmarsch in der Hauptstadt, Polizeihunde jagten Teilnehmer in den Fluss Wilna.
Auch vor dem Parlament der bulgarischen Hauptstadt Sofia spielten sich gewalttätige Demonstrationen am letzten Mittwoch ab, in dem die aufgebrachten Menschen wegen der hohen Arbeitslosigkeit und Korruption, die Fenster des Gebäudes zerstörten und Polizeifahrzeuge demolierten. Alle diese Länder leiden unter der Zwangsjacke des Wechselkurs-Mechanismus (ERM2), der Vorbeugehaft des Euros, dem sie aber beitreten müssen, es steht so in ihren EU-Verträgen. Das Resultat aus dieser zwangsweisen Unterwerfung der ehemaligen Ostblockstaaten unter dem monetären Regime des Westens, hatte anfänglich eine massive Überhitzung der Volkswirtschaften bewirkt. Das Leistungsbilanzdefizit von Lettland stieg auf 26 Prozent des BIP. Mit Milliarden an geliehenem Geld haben im Osten Blütenträume von einer rasanten Angleichung der Lebensstandards genährt.
Jahrzehnte der Plan- und Misswirtschaft, so glaubten viele, würden sich durch den EU-Beitritt in Luft auflösen. Und es schien ja auch zu funktionieren: Die baltischen Länder galten als "Tigerstaaten", weil die Gehälter ebenso explodierten wie der Preise und die West-Importe.
Die Immobilienpreise in Riga waren zeitweise höher als in Berlin. Daraus resultierte ein unausweichliches Platzen der Blase. Seit Mitte 2007 sind die Preise für Wohnungen in Riga um 56 Prozent gefallen, die Wirtschaft um 18 Prozent geschrumpft, alleine in den letzten sechs Monaten. Durch so genannte Carry-Trades wurde den Osteuropäern billige Frankenkredite angedreht, für Hypotheken und Konsumkredite, in der astronomischen Summe von 650 Milliarden Franken.
Durch den Wertverlust ihrer Währungen um 25 Prozent gegenüber dem Franken, sind diese Kredite jetzt nicht mehr rückzahlbar. Es droht die Zahlungsunfähigkeit der Länder. Damit wird auch der Gläubiger Schweiz sein Geld nicht mehr sehen und der Franken zerstört, Dank der Schweizer Nationalbank. Grossbritannien erlebt die grösste Wirtschaftskrise seit dem II. Weltkrieg. Alleine in der letzten Woche haben 40.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Scharen von Mitarbeitern werden entlassen und jeden Tag schliessen Firmen. Die britischen Banken sind faktisch Bankrott.
Die Aktien der Barclays Bank, einer der wenigen Banken, die nicht um staatliche Hilfe gebeten haben, sind am Freitag um 25 Prozent gefallen. Generell haben die Bankaktien die schlimmste Woche hinter sich, Royal Bank of Scotland -35%, Loyds -25%, HSBC -15% und Standard and Chartered -11%.
Wie schlimm die Lage in Grossbritannien ist, sieht man an der Notwendigkeit der Regierung, ein zweites Bankenrettungspaket im Wert von 50 Milliarden Pfund beschliessen zu müssen. Ein Fass ohne Boden.
Die Denkfabrik Ernst and Young Item Club hat in seinem neuesten Bericht gewarnt, dass Grossbritanniens GDP 2009 um 2.7 Prozent sinken wird.
"Das Ganze ist im freien Fall, und es ist sehr schwer zu sagen, wie tief es fallen wird", sagt Peter Spencer, der Autor des Berichts. "Firmen bereiten sich auf das schlimmste vor, kürzen drastisch die Investitionen und Arbeitsplätze."
Er sagt voraus, die Wirtschaft wird weiter bis 2010 schrumpfen und sich nicht dieses Jahr noch erholen, wie Finanzminister Alistair Darling es verspricht. Der irische Staat wird bald als zahlungsunfähig angesehen, nach dem die Regierung die Anglo Irish Bank mit 73 Milliarden Euro Schulden verstaatlicht hat. In Dublin wird mit einer Schrumpfung der irländischen Wirtschaft um 4 Prozent in diesem Jahr gerechnet.
Das Defizit wird 12 Prozent des BIP bis 2010 erreichen. "Das ist unhaltbar", sagt das Finanzministerium. Deshalb die drakonischen Deflation der Löhne und Gehälter die ihnen droht. Die Einkommen waren während der Boomphase und des billigem Geldes zu stark gestiegen. Spanien hat 1 Million Arbeitsplätze 2008 verloren.
Madrid bereitet sich auf eine Arbeitslosenquote von 16 Prozent vor. Unter der Hand wird aber bereits von 25 Prozent gesprochen. Die Inflation der Löhne in Spanien durch das ungesunde Wirtschaftswachstum, hat die Arbeitskosten nicht mehr konkurrenzfähig gemacht.
Jetzt wird nach EWU-Logik eine drastische Kürzung der Löhne verlangt. Mit der gigantischen Verschuldung Spaniens ist das aber nicht möglich.
Entweder beendet Zapatero diesen Irrsinn, oder die Spanier beenden IHN. Die Linken in seiner Partei trennen sich schon, genauso wie die Linken in Frankreich, die das nicht mehr mitmachen, und den Euro mit dem Slogan bekämpfen "l'euro dictature capitaliste" – der Euro ist die Diktatur des Kapitalismus.
Das italienische Finanzministerium beobachtet jede Bondauktion mit Sorgen, und fragt sich, wie sie die 200 Milliarden Euro an Schulden dieses Jahr finanzieren will. Die völlige Überschuldung des Landes wirkt wie eine Schlinge, die um den römischen Hals immer enger wird.
In Italien spricht man von der "Tequila Krise", in dem auf das Drama in Mexiko 1994 verwiesen wird, wo die Anbindung des Pesos an den Dollar zerbrach und die Elite ihr Kapital in die USA verschob. Damit könnte eine Kaptalflucht aus den ClubMed Ländern unaufhaltsam sein. Im Vorfeld der italienischen Wahlen haben Vertreter der Berlusconi-Partei offen mit einem Austritt aus Euroland gedroht.
Griechenland traut sich schon gar nicht mehr ihre Bonds zu verkaufen und die Schulden zu finanzieren. Sie verkauften 2,5 Milliarden Euro letzte Woche nur kurzfristig, hauptsächlich auf 3 bis 6 Monate. Das ist ein gefährliches Spiel, denn damit wird das Risiko nur später ins Jahr verschoben.
Die Pleitegeier kreisen schon. Die festen Wechselkurse in der EWU könnten plötzlich platzen, ohne Vorwarnung.
Es müssen keine Erschütterungen vor dem grossen Beben kommen. Die Platten-Verschiebung, in dem das lateinische Europa mit der Teutonischen sich reibt, könnte ganz schnell passieren und ein Beben der Stärke 8.0 auf der Richterskala auslösen. Die Investoren schmeissen schon lange die Schulden der ClubMed Länder und der anderen totkranken Patienten in den Schoss der Europäischen Zentralbank, genannt "Repo-Aktionen".
Wertlose Schuldscheine der Länder werden gegen "harte" Euros eingetauscht, in Billionensummen. In anderen Worten, die EZB hilft den europäischen Ländern schon lange mit einer heimlichen Rettungsaktion aus der Krise, es wird aber alles vertuscht.
Die Transferzahlungen sind gigantisch, aber dadurch wird die Zerreissprobe nur verschoben. Es knirscht jetzt an allen Ecken und Enden. Den Banken in Deutschland geht es mehr als besch...eiden, die Commerzbank gehört jetzt praktisch dem deutschen Steuerzahler und die Deutsche Bank hat einen Verlust für das 4. Quartal 2008 von 5 Milliarden Euro verkündet.
Der Zusammenbruch von Joe Ackermann deswegen ist nur ein Gerücht. Das Finanzministerium geht davon aus, dass der gesamte deutsche Bankensektor Risikopapiere mit bis zu einer Billion Euro in den Büchern führt. Sogar der deutsche Staat kann seine Bundeswertpapiere nicht mehr so verkaufen wie früher, um seine Schulden zu finanzieren. Bei der letzten Auktion am Mittwoch gab es nur für ¾ der angebotenen Bonds überhaupt Bieter.
Ein sehr schlechtes Zeichen, wenn die Investoren sogar Deutschland nicht mehr für kreditwürdig halten. Durch die Übernahme des Euros, haben die Länder gleichzeitig ihre Sourveränität über die eigene Währung nach Frankfurt abgegeben. Sie können nicht mehr die eigene Finanzpolitik bestimmen, sie wird von der EZB diktiert.
Da aber die einzelnen Länder in einer sehr unterschiedlichen Wirtschafts-Situation sind, kann man ihnen nicht die gleiche Finanzpolitik flächendeckend auferlegen. Es ergibt sich dadurch eine Streßsituation, die mit Milliarden von der EZB nicht mehr länger glatt gebügelt werden kann.Wie Nigel Farage in seiner Rede gesagt hat, wenn die Menschen nicht mehr über die Wahlurne ihr Schicksal bestimmen können, sondern von nicht gewählten Bürokraten fremd bestimmt sind, dann werden sie ihren Frust auf der Strasse zum Ausdruck bringen. Mit der Zwangsherrschaft des Euros, wird eine Union aus Schulden geschaffen, was völlig gegen die EU-Gesetze verstösst.
Die Verbindlichkeiten ganz Europas werden faktisch still und heimlich dem deutschen Steuerzahler untergejubelt. Was passiert, wenn die hart arbeitenden Menschen in Deutschland aufwachen und merken, wie sie wie Weihnachts-Gänse ausgenommen werden, die ganze Zeche für Europa zahlen und selber bald pleite sind?EU ist die Abkürzung für Europas Untergang.Die Rede von Nigel Farage zum 10. Geburtstag des Euros:
Posted by Freeman um 16:19 Thema: ,




Wirtschaft - Nach wochenlangen Protesten: Islands Regierung wirft das Handtuch
Seit Wochen fordern Demonstranten auf Island den Rücktritt der Regierung. Sie verlangen, dass sie die Verantwortung für das Finanzdesaster der Insel übernimmt. Heute gab die Regierung nach und verkündete neugezogene Neu-Wahlen. Doch jubeln mochte darüber keiner. - Von Claudia Buckenmaier, ARD-Studio Stockholm
Die Nachricht kam wie aus heiterem Himmel. Wie jeden Tag waren die Isländer auch heute auf der Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Die Partei von Premierminister Geir Haarde hatte eine Routinesitzung in ihrer Zentrale. Draußen standen die Demonstranten, pfiffen, machten Lärm. Die Politiker sollten wissen, dass sie da waren.

[Bildunterschrift: Sie haben ihr Ziel erreicht, doch vor dem Parlament kam kein Jubel auf. ]
Doch dann, kurz vor 12 Uhr isländischer Zeit (14 Uhr MEZ), kam ein Mitarbeiter der Unabhängigkeitspartei nach draußen, bat sie um Ruhe.
"Soeben hat Geir Haarde angekündigt, dass er sein Amt als unser Partei-Vorsitzender niederlegt. Er hat Krebs und muss dringend operiert werden", teilte er mit. Die Menge vor dem Parteisitz verstummte.
"Außerdem schlägt er in Absprache mit den Sozialdemokraten Neuwahlen für den 9. Mai vor." Es war das, was die Demonstranten seit Monaten gefordert hatten. Doch jetzt konnte keiner jubeln.
Langes Taktieren
Gestern noch hatte sich der Premierminister vehement gegen Neuwahlen im Frühjahr ausgesprochen. Er wusste wohl, dass vorgezogene Wahlen nicht mehr zu verhindern waren, nachdem sich immer mehr Sozialdemokraten dafür aussprachen. Die Koalition schien kurz vor dem Auseinanderbrechen. Doch er wollte den Wahltermin so spät wie möglich legen, um die Aussichten für seine Partei zu verbessern.
Doch nach der Krebsdiagnose spielte all das keine Rolle mehr. Island und die Finanzkrise: Der im Nordatlanktik gelegene Staat Island ist zugleich die größte Vulkaninsel der Welt. Seine Fläche beträgt 103.000 Quadratkilometer, etwa so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Von den rund 313.000 Einwohnern leben mehr als die Hälfte im Großraum um die Hauptstadt Reykjavik.
Wie fast alle Orte liegt sie an der Küste. Seit 1944 ist Island von Dänemark unabhängig. Regiert wird Island zurzeit von einer Koalition aus der liberal-konservativen Unabhängigkeitspartei und der Sozialdemokratischen Allianz.
Der kleine Staat ist von der weltweiten Finanzkrise stark betroffen und vom Staatsbankrott bedroht. Die Regierung musste die drei größten Banken Kaupthing, Landsbanki und Glitnir übernehmen, weil sie gigantische Auslandskredite aufgenommen hatten, um ihre Expansion zu finanzieren. Die Schulden der drei Banken übersteigen jetzt Islands Brutto-Inlandsprodukt um mehr als das Zehnfache (2007: 14,56 Mrd. Euro). Das Land ist auf Stützung durch andere Länder und den Internationalen Währungsfonds (IWF) angewiesen.
Haarde ist zwar noch nicht als Premierminister zurückgetreten, aber ab jetzt führt er eine Regierung auf Abruf. Die Amtsgeschäfte muss wohl jemand anders übernehmen, denn er soll bereits gegen Ende des Monats operiert werden, und zwar im Ausland.
Auch Außenministerin erkrankt
[Bildunterschrift: Resigniert und schwer krank: Geir Haarde ] Es ist eine besondere Tragik mit fast schon shakespeareschen Ausmaßen, dass nun die beiden wichtigsten Köpfe der Regierungskoalition schwer erkrankt sind. Außenministerin Ingibjörg Solrun Gisladottir, die zugleich Vorsitzende der Sozialdemokraten ist, wird an diesem Wochenende in Reykjavik zurückerwartet, nachdem sie in Stockholm wegen eines Gehirntumors behandelt wurde.
Von ihrer Rückkehr erwarteten viele das Signal für Neuwahlen. Doch als jetzt die Krankheit des Premiers bekannt wurde, überstürzten sich die Ereignisse.
Die Partei von Haarde will jetzt Ende März einen Parteitag abhalten, um einen neuen Vorsitzenden und Spitzenkandidaten zu küren. Dossier: Von der Immobilien- zur Finanzmarktkrise Ursachen, Hintergründe und Folgen [mehr]
[Bildunterschrift: Gestern verbrannten Demonstranten eine Strohpuppe des Minister-Präsidenten - heute hinterlässt die Aktion einen schalen Beigeschmack.] Seit Island im vergangenen Oktober dem Staatsbankrott auch dank internationaler Kredithilfen nur um Haaresbreite entkam, fordern die Menschen in Island, dass die Politiker die Verantwortung für das wirtschaftliche Desaster übernehmen müssen.
Die Wut in der Bevölkerung wurde immer größer, vor allem seit die Auswirkungen der Krise im Alltag immer stärker spürbar sind. Sie verlangten nach Antworten, doch die Regierung, so die Klage der Demonstranten, die sich jeden Samstag vor dem Parlament versammelten, ignorierte sie.
Viele empfanden das als kaltschnäuzig. Ihre Wut entlud sich, als es diese Woche zu den gewalttätigsten Ausschreitungen seit den Protesten gegen den NATO-Beitritt 1949 kam. Einzelne bewarfen den Premier mit Eiern und Schneebällen. Polizisten wurden verletzt. In der Nacht brannten Feuer vor dem Parlament. Nach einer neuen Meinungsumfrage versagen ungefähr 76 Prozent aller Isländer der gegenwärtigen Regierung ihre Unterstützung.
Jetzt hat sich die Forderung der Demonstranten erfüllt, aber so haben sie sich ihren Triumph nicht vorgestellt. Sie wollen weiter auf die Straße. Sicher, ihre Forderung nach Neuwahlen hat sich erfüllt, aber die Verantwortlichen für die Krise sind damit noch lange nicht zur Rechenschaft gezogen. Jetzt nur nicht nachgeben, lautet die Botschaft, mit der sie auch morgen wieder vors Parlament ziehen wollen.


Wenn jemand noch den Beweis braucht, wie wir vom ganzen Finanzsystem abgezockt werden, dann hier zwei Meldungen:
- Die Schweizer Nationalbank hat einen Verlust für das letzte Jahr 2008 von fast 5 Milliarden Franken verbucht.
- Die UBS zahlt ihren Kader trotz Staatshilfe Boni in Höhe von 2 Milliarden Franken für 2008 aus.
Wie die Zeitung Sonntag berichtet, belastet die Finanzkrise jetzt die Schweizerische Nationalbank. Allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres hat die SNB einen Verlust von 3,9 Milliarden Franken eingefahren – das sind 42 Millionen Franken pro Tag.
Der Verlust für das ganze Jahr 2008 beträgt 4,8 Milliarden. Weiter hat die SNB ihre Bilanz auf fast das Doppelte aufgeblasen und die Eigenkapitalquote hat sich mit einem Rückgang von 59 Prozent auf 27 Prozent mehr als halbiert.
SNB-Pressesprecher Werner Abegg bestätigt laut der Zeitung "Sonntag" die Zahlen, sagt allerdings, sie seien "provisorisch". Das offizielle Endergebnis werde die Nationalbank erst am 4. März vorlegen.
Der Grund: Bewertungsprobleme bei den von der UBS übernommenen Wert-Papieren. Bisher hat die UBS für 20 Milliarden Franken faule Hypothekarkredite an die Nationalbank abgetreten, bis im Frühjahr sollen es dreimal so viele sein. Die im Monatsheft angeführten Zahlen enthalten erst die erste Tranche.
Doch nur schon damit zeigt sich, dass die Kapazität der SNB als Retter in der Not beschränkt ist, wie die Zeitung "Sonntag" schreibt. Werner Abegg sagt dazu "Die Nationalbank kann nicht in Konkurs gehen, denn im Notfall könne sie einfach das Geld selber drucken."
Und wie die "SonntagsZeitung" berichtet, wird die vom Staat unterstützte Grossbank UBS einen Jahresverlust von 20 Milliarden Franken einfahren. Trotzdem werden die UBS-Angestellten Bonus-Zahlungen in Milliardenhöhe erhalten.
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) hat den Antrag der UBS bezüglich Boni für das Jahr 2008 gutgeheissen. Die Finma wird ihren Entscheid der Grossbank in den nächsten Tagen schriftlich mitteilen. UBS-Sprecher Andreas Kern bestätigt, dass die Finma Bonuszahlungen bei der Grossbank bewilligt habe.
Aufgrund der 68-Milliarden-Franken-Hilfe durch die Eidgenossenschaft hat die Behörde ein Mitspracherecht. Gemäss Recherchen der "SonntagsZeitung" beträgt die Bonussumme zwei Milliarden Franken, ursprünglich wollte die Bank über drei Milliarden vergüten.
Die Boni werden bis Ende März in bar ausbezahlt. Der Finma-Verwaltungsrat muss noch formell zustimmen. Anfang 2008 schüttete die UBS noch zehn Milliarden Boni aus, für 2007. Aber Im Oktober musste der Steuerzahler der UBS bereits sechs Milliarden Franken Kapital zuschiessen, weil sie sonst Pleite gegangen wäre.
Ein Teil der Staatshilfe fliesst nun in Form von Boni zu den 77.000 UBS-Mitarbeitern - pro Kopf im Schnitt 26.000 Franken, wie die "SonntagsZeitung" schreibt. Kommentar: "Bewertungs-Probleme" der von der UBS übernommenen Wertpapiere?
Was für eine Augenwischerei und Verharmlosung. Sie wollen nicht zugeben, es handelt sich um wertlosen Schrott. Denn wenn sie einen Wert hätten, müsste die UBS sie nicht aus der Bilanz rausnehmen und der Nationalbank "schenken", sie hätte sie behalten. Da kommt ein gigantischer Verlust von 62 Milliarden Franken auf den Schweizer Steuerzahler zu. Die Banker, welche das Chaos und den Verlust angerichtet haben, werden jetzt auf Kosten des Steuerzahler wieder mit Bonuszahlungen für 2008 belohnt, alles von der "Aufsichtsbehörde" genehmigt. Mussten die UBS-Mitarbeiter die 10 Milliarden Franken Boni, die sie letztes Jahr als Belohnung für die Zerstörung der Bank bekommen haben, zurückzahlen? Nein.
Aber das Schweizer Volk musste sie ungefragt mit 68 Milliarden "retten". Diese Entscheidung wurde einfach völlig undemokratisch, vom Bundesrat in einer Nacht und Nebel-Aktion, gefällt. Wir sehen, die Verluste werden sozialisiert, die Gewinne privatisiert, den Schaden trägt am Schluss der dumme Steuerzahler. Die ganze Finanzmafia, mit Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und Privatbanken, stecken unter einer Decke, um uns abzuzocken. Produzieren diese Bankster irgendeinen Wert?
Sie spekulieren und zocken nur mit fremden Geld, dass sie im Spielkasino namens Finanzmarkt verspielen. Das sind Blutsauger und Parasiten, die von der Arbeit anderer leben. Warum sollen wir ihre Verluste tragen und sie auch noch für ihre Verbrechen belohnen? Die Schweizer Nationalbank kann wohl nicht in Konkurs gehen, da sie endlos Geld drucken kann, aber dafür wird der Franken durch die daraus folgende Inflation wertlos, was aufs selbe raus kommt. Die grösste Frechheit ist ja die Tatsache, dass Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, einen Preis für sein "weitsichtiges und überlegtes Handeln während der weltweiten Finanzkrise" bei den "SwissAwards" von der Jury erhalten hat. Ausgerechnet die Person, die den Franken zerstört. Was für eine Farce!

Posted by Freeman um 14:16 17 comments Thema:

Kommentar veröffentlichen unter: Schall und Rauch
"Britischer Minister sagt: We are fucked!"
37 Kommentare -
Anonym hat gesagt ...
Danke Freeman für deine intelektuellen Scharfschüsse ... man lernt hier nie aus, aber wieso ist denn Schlaubergern das denn nicht vorher bewußt gewesen, das Sie auf einen Eisberg zusteuern, wenn das alles gewollt oder gesteuert war ... oder zufällig ... dann lache ich mich doch kaputt, wieviel Bratzen da eigentlich arbeiten, und mit so einer Arbeit noch Diäten, Pensionen, Abfindungen, Steuerhinterziehungen, Einladungen bei Industriellen Sarkozy-Style ... Reise mit der Deutschen Flugwacht. :;) Schavan, Scharping, etc ... Das Volk ist echt ein Lamm, wenn es um die da oben geht, aber sobald die da oben Befehl geben, gegeneinander loszuziehen, werden die Lämmer wieder stolze "Schlächter" LG Samy www.wahrheitscorner.blogspot.com - 24. Januar 2009 10:25
Anonym hat gesagt ...
DANKE! es ist wohl zeit für ne spende an dich. marco - 24. Januar 2009 10:44
Anonym hat gesagt ...
wenn die politiker schon so negativ reden, dann ist woh polen offen, hehehe mal sehen wann das Pfund kollabiert und natürlich der dollar. das werden schwere monate - 24. Januar 2009 11:00
Anonym hat gesagt ...
Alle Verantwortlichen zeigen sich überrascht und ahnungslos. Würden sie sich nicht so verhalten, wäre es ein Eingeständnissan der Lage aktiv oder passiv mitschuldig zu sein. Das Volk ist noch benebelt von der Party und kann sich nicht mal vorstellen was da gespielt wird. Durch die Finanzspritzen wird nur erreicht den Crash hinauszuzögern und dabei den Schaden auf das Volk zu laden. Das Volk spielt noch eine Weile mit weil es Angst um ihre bescheidenen Besitztümer hat und auch Angst einzugestehen daß ihre heile Welt eine Illusion ist die an einem dünnen Faden hängt. Es gibt kein Zurück mehr nur noch ein teueres Verschieben welches den Strippenziehern ermöglicht noch mehr Realwerte einzukassieren. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! - 24. Januar 2009 11:13
Anonym hat gesagt ...
Hier eine ausgezeichnete Analyse, warum das System nicht mehr zu retten ist: ttp://www.mmnews.de/index.php/200901232057/MM-News/Die-wahren-Ursachen-der-finanzkrise.html
Die wahren Ursachen der Finanzkrise Freitag, 23. Januar 2009 Die Medien lenken in der aktuellen Finanzkrise das Augenmerk auf die Gier der Banker und die Gier der amerikanischen Kreditnehmer, auf Unmengen fauler Kredite und auf Unmengen von Credit Default Swaps und anderen Derivaten. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Kurzbeschreibung der aktuellen Finanzkrise - Von Alexander Czerny Wir können nur noch auf die Hilfe von MENSCHEN zählen, alles andere wird sich kurz oder lang in Luft auflösen. siehe auch: http://www.wirtschaftquerschuss.blogspot.com/Gastbeitrag von FESTAN "Das Achte Weltwunder" http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/446564/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
Nicht mal die Pensionen sind mehr sicher. 2008 war schlimmstes Jahr für die Pensions-Kassen seit ihrer Einführung. Zwei Drittel der Pensionen werden gekürzt. In welchem Ausmaß, wird noch von den einzelnen Kassen berechnet. Im Schnitt dürften die Kürzungen 13 Prozent betragen, schätzt Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen. - 24. Januar 2009 11:23
Anonym hat gesagt ...
Die Aussage stammt wohl nicht vom britischen Wirtschaftminister, sondern von einem anderen Minister: Zitat aus dem Guardian - Artikel: After watching the slide in bank shares on Friday, one cabinet minister did not altogether joke when he said: "The banks are fucked, we're fucked, the country's fucked." Was natürlich nichts an der Situation in GB ändert ... - 24. Januar 2009 11:34
Anonym hat gesagt ...
Übersetz heißt es, wir haben euch schön verarscht und jetzt müsst ihr die Zeche für unsere Sause bezahlen. Ich vermute, daß die Inseln für ihre Flucht schon vorbereitet sind und unter der Last der Verbrecher bald ächzen werden. Wir müssten diese Inseln dann nur noch versenken und wären die Brut endlich los. Aber vielleicht müssen wir uns die Hände ja gar nicht schmutzig machen und das Schicksal (was man sät muß man ernten) erledigt das durch eine Sintflut. - 24. Januar 2009 11:40
Anonym hat gesagt ...
Danke Freeman! Ich denke da hilft nur noch eins: Ab in den Keller - geheime Versammlungen und fragt die Illuminati oder ne andere Gruppe - die sind doch für solche Fälle da und planen schon alles im stillen Kämmerlein. Wer auch immer! - 24. Januar 2009 12:05
Anonym hat gesagt ...
Der Chef des Reheinischen Sparkassen und Giroverbandes will laut WZ für die WestLB 80 Milliarden auslagern und der Bund soll garantieren. Ich muss nochmal gucken: tatsächlich 1000 Millionen und das 80 mal ... ,-) - 24. Januar 2009 12:11
Anonym hat gesagt ...
24. Januar 2009 11:13 halte den vorletzen satz für den entscheidenden. ich hoffe auf schnellen kollaps, bevor das volk nichts ehr hat!!!!! in meiner ganzen familie will immer noch keiner sehen, ich versteh es nicht!!!!!!! scheinwelt scheint härter zu sein, als jedes argument. wie drogenab-hängige und schlimmer. leider. marco - 24. Januar 2009 12:12
Anonym hat gesagt ...
Alle haben Schulden, keiner mehr Geld ... aber wem schulden denn die Banken und der Rest diese gigantischen Summen? Wer sind die Gläubiger? - 24. Januar 2009 12:28
Anonym hat gesagt ...
Wohlgemerkt: Mandelsohn sprach vor der Fabian Society! (Ziele evt. selbst rechertchieren)Näheres: Die Kreatur von Jeckyll Islandkjd - 24. Januar 2009 13:22
Anonym hat gesagt ...
Hier steht auch es war Mandelson: http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&address=389x4891599 aber egal, sie sind am Arsch! - 24. Januar 2009 13:24
Anonym hat gesagt ...
Gläubiger ist hauptsächlich die Bank of England, also Rothschild. - 24. Januar 2009 13:26
Anonym hat gesagt...
und rothschild puscht jetzt gold! oder heisst es putscht??? marco - 24. Januar 2009 13:37
Schwalbe hat gesagt ...
Ich schicke euch mal zwei ältere Links (Bad Bank) Von wegen es hat keiner was gewusst. Der 1. ist aus 2003 "Diskussionen um eine Auffanggesellschaft für notleidende Kredite deutscher Institute schrecken die gesamte Finanzbranche auf. Der hoch brisante Vorschlag wurde bei der jüngsten Kanzlerrunde mit Spitzenkräften aus der Banken- und der Versicherungsbranche gemacht" Mehr ... http://www.handelsblatt.com/archiv/bad-bank-sorgt-fuer-aufregung;606003 "Lone Star Investments und die tiefschwarze Seite unserer Politiker - Wir von !Tacheles im Namen des Volkes?! veröffentlichen hier einen Leserbrief von einem Menschen der in verantwortungsvoller Position bei der IKB Bank arbeitet ..." Mehr ... http://forum.politik.de/forum/showthread.php?t=207017 - 24. Januar 2009 13:49
Anonym hat gesagt ...
Werden die Verantwortlichen von 911 endlich inhaftiert http://beyondmainstream.de.tl/R_News.htm - 24. Januar 2009 14:07
Anonym hat gesagt...
schwalbe, ja auch steini hat ja im herbst gesagt, die welt wird eine andere sein!!! ich habs immer im ohr, denn an sonsten war er immer "sehr überrascht" von der entwicklung - marco - 24. Januar 2009 14:15
Anonym hat gesagt ...
Was sind denn dann die nächsten Schritte? Einheitswährung? Wo sind die Lösungsansätze? Es muss doch Menschen geben, die sich dagegen auflehnen wollen? Ich verstehe die Welt langsam nicht mehr! Das endet doch alles in einem Chaos ungeheuerlichen Ausmaßes! - 24. Januar 2009 14:35
Anonym hat gesagt ...
Du checkst es nicht, genau dieses Chaos ist ja von der NWO geplant. Es soll alles zerstört werden, alle Menschen völlig verarmen. Aus diesen Trümmerhaufen entsteht dann die Neue Welt-Ordnung, die Weltdiktatur, und die Menschen werden sie in ihrer Not dann akzeptieren müssen. - 24. Januar 2009 14:44
Anonym hat gesagt ...
Ich glaube aber, dass denen ein Fehler unterlaufen ist, beim Untergang der Lehmann Bank, die Konsequenzen hatten die sich sicherlich in der Form nicht vorgestellt. Also, wo sind die Gegenvorschläge, die Lösungen für die Probleme. - 24. Januar 2009 15:09
Anonym hat gesagt ...
Es gab seit Jahren Warnungen vor dem Platzen dieser Blase. Nun geht alles erstaunlich schnell. - 24. Januar 2009 15:32
Anonym hat gesagt ...
Michael Ende, 1994: "Der Grund für dieses verzweifelte Sichblindstellen liegt in einem Wirtschafts- und Finanzsystem, das inzwischen alle Merkmale einer veritablen Karzinombildung angenommen hat: Es muß ständig wachsen, um zu existieren.
Dieses Prinzip gilt für den ehemaligen Staatskapitalismus ebenso wie für dennoch existierenden Privatkapitalismus. (...) es hat keinen Zweck, an den erschreckenden Folgesymtomen herumzuflicken: Das ganze Wirtschaftssystem muß eben geändert werden. Aber das kann man nicht, oder man will es auch gar nicht. Ich bin überzeugt, daß die großen Wirtschaftsleute und die verantwortlichen Politiker aller Lager dieses Problem längst sehen - aber sie schweigen.
Sie wagen nicht darüber öffentlich zu sprechen. Denn eine Partei, die ernsthaft eine Alternative, das heißt nicht-kapitalistische Wirtschaftsform auf ihr Programm setzen würde, wäre aus mancherlei Gründen sehr schnell weg vom Fenster. Sie würde wohl nicht einmal Wähler finden. Also werden es, wie ich fürchte, die Ereignisse sein, die uns belehren. Auf einem Dampfer, der in die falsche Richtung fährt, kann man nicht sehr weit in die richtige Richtung gehen."--- Zitatende --- 24. Januar 2009 15:56
King Balance hat gesagt ...
Ihr Anlageberater empfiehlt für das schwierige Finanzjahr Jahr 2009: Tätowieren Sie sich einen Euro auf Ihren Penis, denn nur so genießen Sie das Auf und Ab Ihres Geldes.
sehen Sie, wie Ihr Geld wächst! freut es Sie jedesmal, wenn Ihre Frau zum Geld greift! entscheiden Sie selbst, wer Ihr Geld in die Hand nimmt! entscheiden Sie selbst, wohin Ihr Geld gesteckt wird! Wir hoffen, Ihnen eine Hilfe gewesen zu sein!Wünschen allen ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2009! - 24. Januar 2009 16:02
Anonym hat gesagt ...
http://de.youtube.com/watch?v=sxD5Np2JM8I - 24. Januar 2009 17:55
bitter_twisted hat gesagt ...
Der Ton gegenüber den Banken wird immer aggressiver. Die Regierung teilt die Frustration der Öffentlichkeit, über die unverantwortliche Geldanlage der Vergangenheit, wie sie ihre Misere der Überschuldung immer nur stückweise veröffentlichten, und wie sie sich stur in letzter Zeit geweigert haben, Kredite zu vergeben. Nun will es keiner gewesen sein, aber von Anfang an waren die Banken und die Regierungen Verbündete.
G7 & G8, war immer die Prominenz aus den Regierungskreisen anwesend, die internationale Finanz zu regeln, nun sagen sie uns sie wußten nicht was die Banken machten. - 24. Januar 2009 18:18
Anonym hat gesagt ...
Die grossen Planer gehen in die Zielgerade, die Währungen sind bald vereinigt, nach Bankrott des korrupten Kapitalismus blüht uns der Sozialismus der Reichen.
Soll heissen alle sind gleich arm, gleich enteignet, gleich dumm, gleich unterdrückt bis auf die oberste Kaste und ihre unmittelbaren Handlanger. Bargeld ist zugunsten von e-Cash abgeschafft, das ebenfalls mit den ganzen verschiedenen Konsum- und Identitätskarten zum eingepflanzten Sklaven-Mikro-Chip führen soll. Das ist der Weg, der absichtlich durch die politischen Klassen durchgedrückt wird.
Gnadenlos, skrupellos, lieblos. Sie verrechnen sich, diese absolutistische Herrschaft, die den Völkern für kurze Zeit "freiwillig" aufgezwungen wird, ist ebenfalls zum Untergang verurteilt. Aber es kann ungemütlich werden im Zeitraum des Übergangs. Nunja, gerade die Deutschen sind an der Misere nicht unschuldig, immer wegschauen und duckmäusern hat noch nie funktioniert.
In der Beziehung ist der Deutsche extrem lernresistent, angstvoll im Gleich-Schritt, buckeln und untertanen ist immer noch Hauptprogramm. Wer sich in diesen Zeiten am Ufer des immer schneller fliessenden Flusses festklammert, wird mehr verlieren als vielleicht nur sein Leben. Sich soweit wie möglich relaxen, sich etwas vorbereiten, sprich autarkieren soweit möglich, sich bei Nahestehenden einhaken und sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren ist angesagt. Wer weiterhin das Materielle anbetet, wird bald sehr einsam werden, in der Tat er oder sie ist es schon.
Was soll's, die grosse Veränderung ist nicht aufzuhalten, nur klug zu gestalten und zwar durch abschalten dieser Lügenmedien und dem immer weniger funktionieren, falls es schlimm kommt auch der offene Widerstand gegen Zwangsmassnahmen und solange positive Agitation möglich ist, für die Freiheit einstehen! - 24. Januar 2009 18:40
Anonym hat gesagt ...
Die Selbsterkenntnis dieses Ministers ist ja richtig umwerfend ... ;-)im übertragenen Sinne ... - 24. Januar 2009 19:18
Anonym hat gesagt ...
Es läßt sich nicht mehr Rückgängig machen! Wärend die Titanic sinkt sitzen die Verursacher schon in den Rettungsbooten und beruhigen die Passagiere (Volk) daß, das Schiff unsinkbar ist und die Reparaturen im vollen Gange sind. Die Gutgläubigen sitzen noch an der Tafel und löffeln gemütlich ihren Eisbecher. Die Kapelle (Medien) spielt noch flotte Tanzmusik und hat Mühe beider zunehmenden Schlagseite nicht wegzurutschen. Jetzt wird es Zeit nach vergeblicher Mühe, die Leute aufzurütteln, sich einen der verblieben Plätzchen in den Rettungsbooten zu suchen. Wenn der Dampfer dann gesunken ist, wird (oh Wunder) zufällig ein Frachter in der Nähe auftauchen um die übrigen Schiffsbrüchigen an Bord zu nehmen. Es ist die MS New-World-Order der mit frenetischem Beifall zugejubelt wird. Endlich die Rettung! Als die Geretteten es sich langsam gemütlich machen wollen, sehen sie die Flagge des Schiffes. Es ist eine Piratenflagge! UPS - 24. Januar 2009 19:26
Anonym hat gesagt ...
ich verweise an dieser stelle auf prof. senf und seine vorträge. zu sehen auf: infokrieg.tv mir hat hat herr senf die augen geöffnet. kampf dem zinseszinszinszins-system!es gibt alternativen, ich konnts auch kaum glauben, da ich selbst bis vor kurzem noch dachte, das heutige finanzsystem sei eine art naturgesetz. es ist allerdings extrem schwierig den massiven betrug in diesem perfiden system einem relativ unbedarften normalbürger begreiflich zu machen. es sind nicht die nur die bösen, gierigen bänker, es ist das system selbst. ein krebsgeschwür, welches wächst und tötet. mache grad den babysitter für die 3 "ableger" einer freundin, und wenn ich in die augen der kinder sehe und mir vorstelle, wie deren zukunft vielleicht aussieht, dann wächst meine wut über das menschenverachtende, perverse weltbild dieser "bilderberger" ins unermeßliche. ich finde einfach keine passenden schimpfworte oder flüche. trotzdem, an dich freeman und alle leser, einen schönen sonntag! möge die wahrheit siegen! der caine - 24. Januar 2009 20:48
Anonym hat gesagt ...
@ KingBalance Echt geiler Joke man! Muss ich mir unbedingt merken! Viva la Revolution - 24. Januar 2009 22:23
Anonym hat gesagt ...
hallo streiter, was haltet ihr vom neuen spiegel-titel??? kann man da nicht mal ne gebündelte aktion starten? die schämen sich echt für gar nix. marco - 24. Januar 2009 22:26
Anonym hat gesagt ...
Banken- und auch Firmen-Sterben in UK: Ist das nicht wieder die gleiche Strategie wie 1929, wo sie die anderen haben pleite gehen lassen, um sich selbst den Rest unter den Nagel zu reißen oder so ähnlich?
Weiter unten schrieb jemand, man müßte ihnen EINFACH die Macht über das Zins-System entziehen - wie einfach?? Wenn das so einfach wäre. LG Tara. Ich habe gerade ein supermachtvolles spirituelles Konzept entdeckt, seit 1 jahr in Buchform: Ancient Master Healing: ein Kurs von Metatron in Selbstermächtigung, Erleuchtung und Befreiung von der Dunkelheit, Befähigung die alten Muster von innen heraus zu transzendieren: Matrix auflösen ... wie im 3. Teil, als Neo mit dem vollsten, reinsten Bewußtsein, MR. Smith - den Feind in sich - seinen eigenen Schatten und den aller anderen einfach auflöst: WIR KÖNNEN ES NICHT IM AUSSEN lösen nur mit der Bereitschaft, es auch in uns zu heilen: habe hier gestern noch sehr lange gesessen und geforscht und ein Flugblatt geschrieben und mich gleichzeitig mit dem höchsten Bewußtsein verbunden - und es hat alles augenblicklich verwandelt. Herzlich, Tara Herzchristall@yahoo.de - 24. Januar 2009 22:58
Frank F. hat gesagt ...
Die deutsche "Bundesregierung" verschleudert Staatsvermögen an die Finanzindustrie!http://de.youtube.com/watch?v=fB8onbbQNsk - 24. Januar 2009 23:58
Anonym hat gesagt ...
http://spatzseite.de/James Garfield, der 20. US-Präsident, hatte 1881 richtig gesagt: "Wer die Geldmenge kontrolliert, ist in jedem Land der absolute Herr über die gesamte Industrie und den Handel [und die Politik, H.B.].
Und wenn man sieht, wie das gesamte System auf die eine oder andere Weise ganz leicht von nur wenigen mächtigen Männern an der Spitze kontrolliert werden kann, dann braucht einem niemand zu erzählen, wie Zeiten von Inflation und Deflation entstehen".
Kurz danach wurde er erschossen. Obama kontrolliert die Geldmenge nicht, das besorgen andere. Er verschafft ihnen aber das nötige schöne Image. Trotz dieser "Fakten" sollte man sich überlegen, zu welchem Zweck Krücken wie Grünspahn, oder Ben Bernanke und die Leute, für die sie den Kopf hinhalten, sich den Strahlemann Obama ausgesucht haben. Dazu lasen wir im Handelsblatt am 12. Januar:
"Hoffnungen setzt Bernanke zwar auf die milliardenschweren Konjunktur-Programme der Regierungen in aller Welt, insbesondere auf das des künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Dieses Programm habe das Potential, der Wirtschaft einen 'erheblichen Schub' zu geben.
Diese Maßnahmen müßten aber von anderen Aktionen flankiert werden. So seien eventuell weitere Kapitalspritzen für die angeschlagenen Banken nötig".
Weitere Spritzen, eben! Bernanke hatte vorgeschlagen den Spekulanten die Verlustpapiere zu einem für sie guten Preis abzukaufen, sie in einer "Bad Bank" zu sammeln und diese dem Steuerzahler an den Hals zu hängen.
Ob mit einer "Bad Bank" oder mit etwas anderem, genau das besorgen die "Rettungspakete". Aber dergleichen Gaunereien (mit Hilfe der Finanzmärkte wurde stinknormale Wechselreiterei - nur in schöner Verzierung - betrieben; das sah jeder, wenn er nur darüber nachdenken wollte) werden heute allgemein als "anerkanntes" Wirtschaften hoch geschätzt und hätten zu ihrer Fortsetzung weder einer spektakulären Finanzkrise, noch zur "Rettung" eines ungewöhnlichen US-Präsidenten bedurft.
Offensichtlich wird mehr bezweckt. Zbigniew Brzezinski (Obamas Mentor und ehemaliger US-Sicherheitsberater) und Henry Kissinger (ehemaliger Sicherheits- und Außenminister) sind als graue Eminenzen und Leiter des Council on Foreign Relations für die Gleichschaltung der US-Politik mit den Interessen der Wall Street zuständig.
In einem Interview bei CNBC (hier zu sehen) sagte Kissinger unter anderem, Obama sei ein "facelifting" für Amerika.
"Obama soll die Krise ausnutzen, um eine Neue Weltwirtschaftsordnung zu schaffen". Zu diesem Zweck habe er (die besagten) "extraordinarily able people" um sich geschart. Das "so unbeständige und wechselhafte internationale System" biete "eine einzigartige Gelegenheit für kreative Diplomatie".
Den Tiefpunkt des aktuellen internationalen Finanzsystems begleiten politische Krisen auf dem gesamten Erdball. Selbst wohlhabende Staaten würden mit schwindenden Ressourcen konfrontiert und müßten ihre nationalen Prioritäten neu bestimmen. Eine internationale Ordnung werde entstehen, ein System kompatibler Interessen. Die "kompatiblen Interessen" sind natürlich, wie bisher, die Interessen der von Kissinger vertretenen Hochfinanz. Als Alternative zu "einer neuen internationalen Ordnung" könne er nur "Chaos" erkennen.
"Am Ende des Tages kann das politische und wirtschaftliche System nur auf zwei Wegen harmonisiert werden: Durch die Schaffung eines internationalen politischen Regelsystems, das die gleiche Reichweite hat wie das wirtschaftliche System; oder das Schrumpfen der Wirtschaftseinheiten, welches mit aller Wahrscheinlichkeit zu einen auf lokale Wirtschaftseinheiten beschränkten, neuen Merkantilismus führen würde".
"Eine Art neues globales Bretton Woods Abkommen wäre bei weitem die beste Lösung". Diese Lösung, eine "Währungsreform", die den Menschen im politischen Chaos trotz Entwertung einen Strohhalm "der Hoffnung" hinhält, durchzusetzen, ist die Aufgabe der inszenierten Finanzkrise und der Wahl Obamas.
Das dies von langer Hand vorbereitet wurde, ergibt sich aus einem anderen Interview mit Kissinger und dem derzeitigen deutschen Außenminister Steinmeier in der FAZ vom 6. Juli 2008 unter der Überschrift: "Die Welt auf der Suche nach neuer Ordnung".
Schon am 18. Juli 1993 schätzte Kissinger das nordamerikanische Freihandels-Abkommen (NAFTA) in der Los Angeles Times nicht als "konventionelles Handelsabkommen, sondern als die Architektur eines neuen internationalen Systems, den ersten entscheidenden Schritt zu einer neuen Gemeinschaft der Nationen" ein. Kissingers Chef, der Bankier und CFR-Finanzier David Rockefeller, sagte damals dem Wall Street Journal vom 01.10.1993:
"Alles steht bereit, nach 500 Jahren eine wahrhaft Neue Welt in der westliche Hemisphäre zu schaffen" - offensichtlich Aldous Huxley's "Brave New World". Damit die Masse es schluckt: Krise und Obama. Um die entsprechenden Umstellung auch in Europa einleiten zu können, wurde erst die EU-Verfassung geplant und nach ihrem Scheitern als Ersatz, am 13.12.2007 der Vertrag von Lissabon beschlossen.
Über die anhängige Verfassungsbeschwerden gegen das deutsche Zustimmungsgesetz zur Ratifizierung des Vertrags und damit zu nötigen Änderungen des Grundgesetz und einiger anderer Gesetze hat am 10. und 11. Februar 2009 der Zweite Senat des Bundes-Verfassungsgerichts jeweils ab 10.00 Uhr im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts, Schloßbezirk 3, 76131 Karlsruhe zu entscheiden.
Bisher haben 23 der 27 EU-Mitgliedstaaten den Vertrag ratifiziert. Es fehlen Irland, Polen, die Tschechische Republik und die Bundesrepublik Deutschland. Die Beschwerde richtet sich gegen den Vertrag, weil er unter anderem das Demokratieprinzip, den Grundsatz der souveränen Staatlichkeit Deutschlands und das Prinzip der Gewaltenteilung verletzt, die Zuständigkeiten der EU ausweitet und ermöglicht, verbleibende Kompetenzlücken durch eine expansive Rechtsprechung des EuGH oder mit Hilfe der so genannten Flexibilitätsklausel selbst zu schließen.
Warum sich die Mehrheit Ihrer "demokratischen" Vertreter und die Bundes-Regierung nicht dagegen wehren, verwundert nicht, wenn man nur einen kurzen Seitenblick auf den Öl-Streit im letzten Jahr und den gerade beendeten Gasstreit zwischen Rußland und der Ukraine wirft. Im Gasstreit ging es eigentlich um den von der Ukraine geforderten Zwischenhändler, die Firma RosUkrEnergo. Ihr maßgeblicher Gesellschafter ein Dmitrij Firtasch (letzter Spatz) sitzt in Zug (in der Schweiz).
Er ist nicht mit dem Orange-Revolutionär und Westliebling Juschtschenko eng verbandelt, sondern arbeitet auch für die Firma Highrock Properties mit Hauptsitz in Tel Aviv. Vor einem Jahr ging es um einen Zwischenhändler, den die Bundesregierung für russische Öllieferungen unbedingt beibehalten wollte, die Firma Sunimex Handels GmbH. Die in Hamburg eingetragene Firma unter dem Geschäftsführer Sergei Kischilow mit russischem und israelischem Paß beschäftigt fünf Mitarbeiter.
Ihr zuletzt vorgelegter Jahresabschluß aus dem Jahr 2002 - einen jüngeren gibt es nicht! - wies einen Jahresreingewinn von 2,9 Mrd. Euro aus. Zwischenhändler kosten bekanntlich Geld ohne eine Leistung zu erbringen und verteuern unnütz den Öl- bzw. den Gas-Preis. Putin hatte Frau Merkel angekündigt, Lukoil könnte die Öllieferungen einstellen, wenn die BRD weiterhin verlange, das Öl über den "Oligarchen" Sergei Kischilow abzurechnen.
"Wir brauchen keinen Zwischenhändler" hatte laut (Die Welt vom 21.2.2008) der CEO von Lukoil, Vagit Alekperow gesagt. "In einem Interview mit der russischen Zeitung "Wedomosti" erklärte der Transneft-Chef, Nikolai Tokarew, das Handelssystem zwischen Rußland und dem Westen sei ein 'Anachronismus aus den neunziger Jahren', der heute nur Preisspekulationen anheize" (Handelsblatt vom 25.02.2008)
Doch Frau Merkel bestand auf dem Preisaufschlag durch den Zwischenhändler Kischilow, weil dies einer "guten Sache" diene. Die Folge war: "Seit Anfang Februar 2008 sind die Erdöllieferungen durch die Druschba-Pipeline, die über Weißrußland und Polen nach Deutschland führt, eingestellt" (Die Welt vom 21.2.2008).
"Unklar bleibt" dem Handelsblatt vom 20.02.2008, "warum Sunimex eine solche Machtstellung hat. [...] Sowohl die deutschen Raffineriebetreiber als auch der Deutsche Mineralölwirtschaftsverband und der Außenhandelsverband für Mineralöl und Energie konnten am Mittwoch keinen Grund dafür nennen, warum Sunimex quasi ein Monopol auf das Öl aus der Druschba-Pipeline hat".
So denkfaul stellt sich die deutsche Quasi-Elite, wenn es um Merkel's "gute Sachen" geht! Ein Ölmonopol haben allenfalls die Russen, der Israeli Sergei Kischilow hat nur ein Monopol über die BRD-Politik und unser Geld - und das wohl wegen der Verbindung zur guten Sache Israel. - 25. Januar 2009 09:42
jakebaby hat gesagt ...
Na endlich mal jemand, der das F-Word in seiner unendlichen Klarheit zu schätzen weiß. :-)http://jakester-express.blogspot.com/2008/02/tribute-to-f-word.html - 25. Januar 2009 14:47
Anonym hat gesagt ...
DIE wollen doch bestimmt nur, dass die Leute auf die Strassen gehen, sich über den Staat aufregen, usw. Damit SIE endlich die Eine-Welt-Regierung rechtfertigen können. Eine Währung!?
Und natürlich erhält jeder und jede noch einen RFID-Chip (Veri-Chip) zum konsumieren und damit SIE wissen wo wir uns gerade aufhalten. Alles abgekartete Scheisse. Ein richtiger Teufelskreis! Darum ist es für SIE gar keine ungewollte Krise. So denke ich jedenfalls. Und tschüss ... - 25. Januar 2009 18:41
ilia: bleibt zuletzt noch die Frage zu stellen - wann kommt das Ende von ...